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Aus der Stadt Bettina Wulff arbeitet jetzt hauptamtlich für den „Notruf Mirjam“
Hannover Aus der Stadt

Neuer Job: Bettina Wulff arbeitet jetzt hauptamtlich für den Frauennotruf Notruf Mirjam

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17:03 05.12.2019
Bettina Wulff arbeitet jetzt hauptamtlich für das Projekt „Notruf Mirjam“. Quelle: epd
Hannover

Deutschlands ehemalige First Lady Bettina Wulff (46) arbeitet ab sofort hauptamtlich für den „Notruf Mirjam“, der Schwangere und Mütter in Notsituationen unterstützt. Als PR-Expertin werde sie über die sozialen Netzwerke neue Kommunikationswege zu den betroffenen Frauen aufbauen, sagte Pastor Heino Masemann vom diakonischen Landesverein für Innere Mission am Donnerstag in Hannover. Dazu gehörten vor allem Whatsapp und Instagram. Der Verein ist seit 2011 Träger des Projekts.

„Ich war auch alleinerziehend“

Wulff freut sich über ihren neuen Job: „Ich war auch alleinerziehend“, sagte sie. Sie habe noch gut im Gedächtnis, wie es sich anfühle, voll berufstätig zu sein und ein kleines Kind zu haben, betonte Wulff. „Und dieses schlechte Gewissen, dem einen oder anderen nie wirklich gerecht zu werden. Da ist es sehr hilfreich, von einem Angebot zu wissen, bei dem ich mich einfach mal aussprechen kann.“ Sie ist bereits seit 2013 ehrenamtlich für das Projekt tätig.

Drei Telefon-Hotlines

Der „Notruf Mirjam“ bietet in den Regionen Hannover, Göttingen und Bremen-Weser-Ems drei Telefon-Hotlines für werdende Mütter und Frauen in Notsituationen, die das ganze Jahr kostenlos rund um die Uhr erreichbar sind. Das Projekt arbeitet eng mit diakonischen Einrichtungen zusammen. Die Frauen erhalten Beratung und Betreuung vor und nach der Geburt, und Mitarbeiterinnen suchen mit ihnen nach Wohnmöglichkeiten und beruflichen Perspektiven.

„Babykörbchen“ allerletzter Ausweg

Als allerletzter Ausweg steht das „Babykörbchen“ im diakonischen Krankenhaus Friederikenstift in Hannover bereit: „Wenn Frauen in der größten Not nicht mehr wissen, was sie mit ihrem neugeborenen Kind tun sollen, haben sie da die Möglichkeit, es anonym in sichere Hände abzugeben“, sagte Wulff. Sie hat ihre neue Stelle mit einem Umfang von zehn Wochenstunden im November angetreten.

Allein im November 60 Anrufe

Laut Masemann hat der „Notruf Mirjam“ seit seiner Gründung 2001 durch die ehemalige evangelische Landesbischöfin Margot Käßmann bereits mehreren Tausend Frauen geholfen. Allein im November seien etwa 60 Anrufe eingegangen, im Schnitt zwei pro Tag. Allerdings telefonierten junge Frauen heute immer weniger, sondern nutzten Dienste wie WhatsApp: „Wir wollen ihnen die Möglichkeit geben, erstmal niedrigschwellig einen Kontakt zu uns aufzubauen.“

Von epd

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