Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Üstra will die Fahrgäste wiegen
Hannover Aus der Stadt Üstra will die Fahrgäste wiegen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:20 22.10.2018
Die neuen Stadtbahnen können mit eingebauten Waagen das Gewicht der Fahrgäste bestimmen. Quelle: dc3 Hannover
Hannover

Mit einem neuen technischen System will die Üstra künftig messen, wie viele Fahrgäste in den Stadtbahnen sitzen. Die Technik soll helfen, das Angebot des Verkehrsunternehmens anzupassen.

Nach Informationen der HAZ hat der Aufsichtsrat des Verkehrsunternehmens in seiner Sitzung am Freitag entsprechenden Plänen des Vorstandes zugestimmt. Das Projekt kostet insgesamt 400.000 Euro, die Hälfte davon soll aus einem Fördertopf des Bundes für die Digitalisierung des öffentlichen Nahverkehrs kommen.

Dabei nützt das Verkehrsunternehmen ein bereits vorhandenes System. Sowohl die Silberpfeile vom Typ TW 2000 als auch die neuen Stadtbahn vom Typ TW 3000 sind an den Bremsen mit einer Gewichtserkennung ausgestattet, damit die Bremsen die optimale Kraft zum Stoppen automatisch einsetzen, erklärt Üstra-Sprecher Udo Iwannek. Die Üstra will sich jetzt diese Gewichtserkennung zu Nutze machen. Denn per digitalem System könnte das Gesamtgewicht von dem einzelnen Stadtbahnzug an die Betriebsleitzentrale gesendet werden. Wenn das Gewicht der Stadtbahn abgezogen wird, könnte die Zahl der Fahrgäste recht genau berechnet werden.

Bisher berechnet die Üstra die Zahl ihrer Fahrgäste mit einer Mischungen aus stichprobenartigen Zählungen und statistischen Daten. Mit dem neuen System, welches schon im kommenden Jahr laufen soll, wäre das überflüssig. Und die Daten wären wesentlich genauer.

Damit könnte der Verkehr optimiert werden, heißt es bei der Üstra als Argument für das neue System. Beispielsweise sei es möglich zu entscheiden, dass zu bestimmten Zeiten auf einer Strecke Drei-Wagen-Züge nötig seien, weil dort die Bahnen voller sind, als bisher bekannt. Einen weiteren Vorteil gäbe es bei Störungen: Die Betriebsleitzentrale wüsste auf Knopfdruck, wie viele Busse nötig sind, um die Fahrgäste im Schienenersatzverkehr weiter zu transportieren.

Und für die Fahrgäste soll die Wagonwiegung noch weitere Vorteile haben: Denn das Unternehmen kann sich auch vorstellen, das System in die Fahrgastinformation zu integrieren. Dann könnten Fahrgäste bereits Minuten vor dem Zusteigen über eine sehr volle Bahn informiert werden und auf die nächste Bahn warten.

Von Mathias Klein

Wieder Ärger um die Grippeimpfung: Im vergangenen Jahr bekamen Kassenpatienten zunächst nur ein weniger wirksames Serum. In diesem Jahr soll es den Vierfachimpfstoff für alle geben – doch der kommt nicht überall an.

19.10.2018

Auf einer alten Hofstelle baut die Firma Gundlach ein Quartier mit 42 Wohnungen. Die Idee dahinter ist, bezahlbaren Wohnraum ohne Verzicht auf Komfort zu schaffen. Am Freitag wurde Richtfest gefeiert.

25.10.2018

Auf der Marienburg wird zurzeit das Dokudrama „Blut, Schweiß und Gottes Segen“ gedreht. Das Werk handelt von der Vertreibung der Hugenotten aus Frankreich. Die Marienburg wird dabei zum Schloss Versailles.

22.10.2018