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Aus der Stadt „Sie machen hier vieles liebenswerter“
Hannover Aus der Stadt „Sie machen hier vieles liebenswerter“
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12:15 24.01.2019
Volles Haus beim Neujahrsempfang des Stadtbezirksrat Südstadt-Bult im Alten Magazin.
Volles Haus beim Neujahrsempfang des Stadtbezirksrat Südstadt-Bult im Alten Magazin. Quelle: Samantha Franson
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Südstadt-Bult

Großes Lob gab es vor allem für die Ehrenamtlichen. „Ohne ihr Engagement würden diese Stadt und dieser Stadtbezirk ganz anders aussehen.“ Mit viel lobenden Worten war Hannovers Bürgermeister Thomas Hermann am Sonnabendvormittag zum Neujahrsempfang des Stadtbezirksrats Südstadt-Bult gekommen. „Sie machen hier vieles liebenswerter.“

Und Hermann lobte im Alten Magazin auch die Politiker im Stadtbezirk. Diese arbeiteten „mit viel Geduld und Spucke an der Gestaltung und Weiterentwicklung dieses äußert attraktiven Stückchens Erde“.

Bezirksbürgermeister Lothar Pollähne lehnte in seiner Rede die Umgestaltung der Feuerwache in der Jordanstraße in ein Kulturzentrum ab. Es gebe in der Südstadt genügend Räumlichkeiten für kulturelle Aktivitäten, sagte er. Vom Vorsitzenden des Kulturbüros Südstadt, Thomas Siekermann, gab es dafür ein ablehnendes Kopfschütteln.

Pollähne, der vor 40 Jahren aus Braunschweig in die Südstadt gekommen war, ging auf den knappen Wohnraum im Stadtbezirk ein. Es gebe nicht mehr viele Gebiete, auf denen gebaut werden könnte, meinte er. Ein Möglichkeit seien aber noch größere Garagenhöfe, bei denen der Parkraum dann als Tiefgarage geschaffen werden könnte. Er machte deutlich, dass die Schaffung von preiswerten Wohnungen hohe Priorität habe. Für Neubauten ohne Sozialwohnungen gibt es bei uns keine Baugenehmigung“, betonte er.

Er kritisierte das Land für die bisher verweigerte Genehmigung einer Oberstufe an der IGS Südstadt. „Das ist eine Unverschämtheit“, sagte er. „Eine Gesamtschule ohne Oberstufe ist keine Gesamtschule.“

Viel Beifall bekam der Bezirksbürgermeister auch für seine erneute Kritik am Abfallwirtschaftsbetrieb Aha. Es könne nicht sein, dass der Wertstoffhof in der Tiestestraße für viel Geld saniert worden sei und jetzt dort keine größeren Elektrogeräte mehr angenommen würden“, betonte er.

Der Neujahrempfang, musikalisch begleitet von der Band Allstars der Wilhelm-Raabe-Schule, endete mit der Überreichung des Ehrenpreises. Er geht in diesem Jahr an Ursula Fischer aus der Bult für ihr langjähriges soziales Engagement. Die heute 83-Jährige, hatte zum Eintritt in den Ruhestand eine Ausbildung als Gedächtnistrainerin gemacht, seitdem engagiert sie sich in diesem Bereich. Wegen einer schon länger geplanten Reise konnte sie die Urkunde am Sonnabend nicht persönlich entgegen nehmen.

Von Mathias Klein