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Aus der Stadt Kassen fordern Ärzte zum Handeln auf
Hannover Aus der Stadt Kassen fordern Ärzte zum Handeln auf
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16:28 19.09.2018
Der Andrang in den Notaufnahmen wird immer stärker. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

In der Diskussion über Patienten mit Bagatellerkrankungen in Notaufnahmen greift der Ersatzkassenverband die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) an. Es könne nicht sein, dass die KVN das Verhalten der Patienten kritisiere, gleichzeitig das Angebot der niedergelassenen Ärzte in Niedersachsen zu wünschen übrig lasse, sagt der Chef des Ersatzkassenverbandes Niedersachsen, Jörg Niemann.

Die KVN habe „per Gesetzesauftrag sicherzustellen, dass Patienten auch tatsächlich Möglichkeiten haben, niedergelassene Ärzte in Anspruch zu nehmen“, betont Niemann. Die meisten Arztpraxen seien an zwei Werktagen Nachmittags geschlossen. Das führe dazu, dass sich in keinem anderen Bundesland Patienten häufiger an die Terminservicestelle zur Vermittlung eines Facharzttermines wendeten als in Niedersachsen. Nach Niemanns Angaben gab es im vergangenen Jahr 1570 Anrufe je 100.000 Einwohner, in Bayern seien es gerade einmal 90 Anrufer, der Bundesdurchschnitt liege bei unter 500 Anrufern pro 100.000 Einwohner.

Die Öffnungszeiten der Bereitschaftspraxen für Behandlungen außerhalb der Sprechstundenzeiten seien in Niedersachsen mit 29 Stunden pro Woche zu gering, kritisiert Niemann weiter. Im Bundesdurchschnitt seien es 45 Stunden. „Eindeutig zu wenig“ sind nach den Worten Niemanns auch zwei Ärzte, die in Hannover im Bereitschaftsdienst unterwegs sind.

Aber es gibt nicht nur Kritik: Die angekündigte Ansiedlung weiterer Bereitschaftspraxen an Krankenhäusern sei ein Schritt in die richtige Richtung, sagt Niemann. Er erwarte nun, dass die Zahl dieser besonderen Praxen „sehr schnell deutlich erhöht“ werde.

Von Mathias Klein

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