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Aus der Stadt Forschen für alle: Hochschulen in Hannover laden zum „November der Wissenschaft“ ein
Hannover Aus der Stadt

"November der Wissenschaft": Hannovers Hochschulen laden ein

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20:00 26.10.2021
Deutsch-englisches Wortspiel: Oberbürgermeister Belit Onay und Vertreter aus Hannovers Hochschulen werben für den „November der Wissenschaft“ und nennen den Monat deshalb „Knowember“ („to know“ heißt „wissen“).
Deutsch-englisches Wortspiel: Oberbürgermeister Belit Onay und Vertreter aus Hannovers Hochschulen werben für den „November der Wissenschaft“ und nennen den Monat deshalb „Knowember“ („to know“ heißt „wissen“). Quelle: Katrin Kutter
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Hannover

Werden wir eines Tages Insekten essen? Wie funktionieren gute Virenfilter? Und wie ist eigentlich unser Kosmos entstanden? Um diese und viele weitere Fragen geht es bei der Neuauflage des „November der Wissenschaft“. Hannovers Hochschulen und Forschungseinrichtungen laden vom 1. bis zum 14. November zu Vorträgen, Diskussionen, Experimenten und Exkursionen ein.

In 180 Veranstaltungen stellen Forscherinnen und Forscher ihre Arbeit vor. „Wir waren selbst überrascht, wie groß ihr Interesse ist. Sie wollen ihre Dinge an die Bürger bringen“, sagt Volker Epping, Präsident der Leibniz-Universität. Die Uni trägt mit mehr als Hundert Veranstaltungen zum November der Wissenschaft bei. Insgesamt laufen 70 Prozent der Angebote digital. Das Programm ist ausschließlich online zugänglich. Mehr als 50 Veranstaltungen richten sich an Kinder und Jugendliche und sind ausdrücklich für sie geplant.

Zum Auftakt am Montag, 1. November, lädt die Volkswagen-Stiftung um 18 Uhr ins Schloss Herrenhausen. Meteorologe Björn Maronga erklärt, wie sich Städte auf zukünftige Klima- und Umweltveränderungen vorbereiten können. Diskutiert wird auch über Umwelttechnologien und Nachhaltigkeitsmanagement, künstliche Intelligenz in der Medizin, das Mensch-Tier-Verhältnis sowie die Bedeutung von Kunst und Kultur für unser Leben. Hundert Gäste sind zugelassen, es gibt einen Livestream.

Versteinerungen und das Weltall

Das Fraunhofer Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin (ITEM) stellt am Freitag, 5. November, seine Forschungsprojekte zum Coronavirus vor. Im Rathaus läuft im November der Wissenschaft eine Führung zu den Versteinerungen, die in dem Gebäude verbaut sind. Das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik bietet Vorträge zu Neutronensternen und über den Anfang des Universums.

„Der ,November der Wissenschaft’ ist ein exzellentes Aushängeschild für den Hochschul- und Wissenschaftsstandort Hannover. Alle sind herzlich eingeladen, Neues zu entdecken“, sagt Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne). Seit 2008 läuft die Reihe alle zwei Jahre, nur 2020 wurde sie aufgrund der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben. In der Regel begeistern sich nach Angaben Onays rund 40.000 Besucher für die Veranstaltungen. Diese Zahl wird sich dieses Mal wohl nicht erreichen lassen. Der „November der Wissenschaft“ läuft in anderen Jahren drei Wochen.

Neue App zu Leibniz in Hannover

Zum Abschluss und in Erinnerung an den Todestag von Leibniz am 14. November 1716 geht eine Überraschung online: Ein sogenannter Adventure Lab Cache führt Menschen mit dem Smartphone an Leibniz-Orte, deren Standort sich im Laufe der Zeit in Hannover geändert hat. Mit der kostenfreien App warten nach dem Ende des „Novembers der Wissenschaft“ weitere neue Erkenntnisse auf die Nutzer.

Der „November der Wissenschaft“ ist ein Projekt der Initiative Wissenschaft Hannover. Dort engagieren sich die Stadt Hannover, alle hannoverschen Hochschulen, das Fraunhofer ITEM, die Volkswagen-Stiftung, das Studentenwerk und die Hannoverimpuls GmbH. Die Sparkasse Hannover fördert den „November der Wissenschaft“ 2021.

Von Bärbel Hilbig