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Aus der Stadt Wird eine Grüne Hannovers nächste Oberbürgermeisterin, Frau Witte?
Hannover Aus der Stadt

Oberbürgermeisterwahl in Hannover: Grünen-Chefin Gisela Witte sieht gute Chancen für ihre Partei

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11:56 12.08.2019
Gisela Witte ist Chefin von Hannovers Grünen. Quelle: Tobias Kleinschmidt

Frau Witte, die Grünen haben bei der Europawahl auf allen Ebenen gewonnen. In Hannover sind sie stärkste Kraft geworden. Jetzt blicken alle auf die Oberbürgermeisterwahl im November. Wird Hannovers neues Stadtoberhaupt ein Grüner oder eine Grüne?

Das wünschen wir uns natürlich. Wir wollen die Politik in der Stadt gestalten – nach eineinhalb Jahren Lähmung im Rathaus.

Ihr Bündnispartner, die SPD, sieht keinen Stillstand. Man habe vieles angepackt, sagen die Genossen. Hat die SPD unrecht?

Tatsächlich haben wir zusammen mit unseren Bündnispartnern im Rat, SPD und FDP, viele Themen vorangebracht. Ich erinnere an die Bewerbung Hannovers um den Titel Kulturhauptstadt Europas 2025. Dennoch muss sich innerhalb der Stadtverwaltung einiges ändern. Dezernentinnen sind überlastet, weil sie zu viel zusätzliche Arbeit erledigen müssen. Der Grund liegt in der Rathausaffäre. Ein Dezernent ist suspendiert worden, Oberbürgermeister Stefan Schostok ist zurückgetreten.

Das ist auch der Grund für Neuwahlen. Wer wird denn nun OB-Kandidat der Grünen?

Darüber stimmen die Parteimitglieder am 12. Juni ab. Wir stellen einen Kandidaten oder eine Kandidatin vor. Zuvor haben wir unsere Mitglieder um Vorschläge gebeten. Rund 50 mögliche Kandidaten kamen dadurch zusammen.

Wurden Sie selbst vorgeschlagen?

In der Tat. Aber ich habe gleich abgewinkt. Dafür bin ich zu alt (lacht). Wir wollen jemanden, der Verwaltungserfahrung mitbringt oder eine Leitungsfunktion innehatte. Und der Bewerber oder die Bewerberin muss Ausstrahlung haben. Eine Stadtverwaltung mit 11.000 Mitarbeitern zu führen ist eine riesige Aufgabe.

Wer trifft die Auswahl aus den 50 Vorschlägen?

Es gibt eine Findungskommission, die Gespräche mit den vorgeschlagenen Kandidaten und Kandidatinnen führt. Derzeit sind wir noch in Gesprächen, befinden uns aber auf der Zielgeraden.

Wie beurteilen Sie Ihren derzeitigen Konkurrenten von der SPD, Marc Hansmann?

Marc Hansmann ist ein kompetenter OB-Kandidat, verkörpert aber leider nicht den notwendigen Neuanfang für Hannover. Wir freuen uns auf einen spannenden Wahlkampf. Wir werden, wie schon bei der Europawahl, viele junge Menschen ansprechen, etwa Sympathisanten aus der Fridays-for-Future-Bewegung. Viele von ihnen konnten bei der Europawahl noch kein Kreuzchen machen, weil sie zu jung waren. Das ist jetzt anders. Ab 16 Jahren kann man bei der OB-Wahl mitmachen.

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