Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt 34.700 Anträge auf Briefwahl liegen vor
Hannover Aus der Stadt

Oberbürgermeisterwahl in Hannover: Jeder zehnte Wahlberechtigte hat Antrag auf Briefwahl gestellt

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:03 20.10.2019
Im Neuen Rathaus befindet sich eine von zwei Briefwahlstellen. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Hannover braucht einen neuen Oberbürgermeister, weil das niedersächsische Innenministerium den bisherigen Amtsinhaber Stefan Schostok am 26. Mai in den vorzeitigen Ruhestand versetzt hat. Vorausgegangen war ein entsprechender Antrag des früheren Rathauschefs, dem der Rat mit breiter Mehrheit zugestimmt hatte. Auslöser war die sogenannte Rathausaffäre: Schostoks engster Mitarbeiter und Büroleiter Frank Herbert soll jahrelang rechtswidrige Gehaltszulagen kassiert haben.

Schostoks Nachfolger wird am Sonntag, 27. Oktober, gewählt. Die Wahllokale sind dann von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Sollte keiner der zehn Kandidaten an diesem Tag eine absolute Mehrheit von mehr als 50 Prozent der abgegebenen Stimmen erhalten, kommt es am Sonntag, 10. November, zu einer Stichwahl zwischen den beiden Bestplatzierten. Die Amtszeit des neuen Oberbürgermeisters beträgt sieben Jahre.

406.000 Wahlberechtigte in Hannover

Teilnehmen an der Wahl dürfen laut Kommunalwahlrecht Deutsche oder Bürger eines anderen EU-Landes, die am Wahltag 16 Jahre alt sind und seit mindestens drei Monaten in der Stadt Hannover wohnen. Entscheidend ist ein entsprechender Eintrag im Wählerverzeichnis. Die Gesamtzahl der Wahlberechtigten liegt bei 406.000.

Wer den eigentlichen Wahltermin nicht wahrnehmen kann, hat die Möglichkeit zur Briefwahl. Sie läuft bereits seit dem 7. Oktober. Bis zum Freitagnachmittag hatte das Wahlamt nach Angaben von Stadtsprecher Dennis Dix rund 34.700 Wahlscheine ausgestellt. „Das entspricht in etwa dem Stand neun Tage vor der Kommunalwahl im Jahr 2016“, erklärt er. Bei den vergangenen Oberbürgermeisterwahlen 2013 lag die Zahl deutlich höher. Der Grund: Damals liefen parallel Bundestagswahlen, die das Interesse der Wahlberechtigten zur Stimmabgabe gesteigert haben.

Zwei Wahlstellen

Für die Briefwahl stehen zwei Wahlstellen zur Verfügung – eine im Neuen Rathaus am Trammplatz, eine im Podbi-Park an der Lister Straße 8. Wer dort seine Stimme abgeben will, muss die per Post erhaltene Wahlbenachrichtigungskarte oder den Personalausweis mitbringen. Anträge auf Briefwahlunterlagen sind dort bis Freitag, 25. Oktober, 13 Uhr, möglich. Der Wahlbrief mit dem Stimmzettel muss spätestens bis 18 Uhr am Wahlsonntag bei der Wahlleitung eingegangen sein.

Alternativ können Briefwähler die Unterlagen im Internet unter www.wahlen-hannover.de, per E-Mail an briefwahl@hannover-stadt.de oder per Fax an die Nummer (0511) 16841111 beantragen. Auch ein Postversand ist möglich, wenn Wähler den entsprechenden Antrag auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigungskarte ausfüllen und in einem frankierten Umschlag an die Landeshauptstadt Hannover, Wahlamt, 30114 Hannover, schicken.

Fragen zur Briefwahl beantwortet das Wahlamt telefonisch unter der Rufnummer (0511) 16841101.

Mehr zum Thema:

Das müssen Sie zur OB-Wahl wissen

Von Bernd Haase

Leben Sie in einem „guten“ Wohnumfeld – oder ist ihre Gegend nur „normal“? Nach diesen Kriterien hat die Stadt Hannover für den aktuellen Mietspiegel alle Straßen eingeteilt. In unserer interaktiven Tabelle finden Sie die Werte für alle knapp 4000 Straßen – und können die Ergebnisse für Ihre Nachbarschaft sehen.

20.10.2019

30 Jahre unter Dampf: Wer Nebelmaschinen braucht, kommt an der Firma Ottec in Gehrden kaum vorbei. Bands wie Rammstein und Kiss nicht – und auch Hollywood nicht.

20.10.2019

Monatelang warten Eltern derzeit auf Geburtsurkunden aus Hannovers Standesamt. Ordnungsdezernent Axel von der Ohe will die Wartezeit deutlich verkürzen. Im Interview mit der HAZ erklärt er, wie er das schaffen will.

20.10.2019