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Aus der Stadt So will Grünen-Kandidat Onay den Wohnungsbau ankurbeln
Hannover Aus der Stadt

Oberbürgermeisterwahl in Hannover: So will Grünen-Kandidat Belit Onay den Wohnungsbau ankurbeln

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11:57 12.08.2019
Grünen-Kandidat Belit Onay will mehr Wohnungen für kleinere und mittlere Einkommen schaffen. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Steigende Mieten und Wohnungsknappheit machen vielen Hannoveranern zu schaffen. Wie der Wohnungsmarkt entspannt werden kann, dürfte eine der entscheidenden Fragen im Wahlkampf um das Amt des Oberbürgermeisters werden. Der Kandidat der Grünen, Belit Onay, will dafür sorgen, dass mehr Wohnungen für kleinere und mittlere Einkommen entstehen. Dies soll mit einer Reihe von Maßnahmen gelingen. „Wohnen darf kein Luxus sein“, meint er.

Hanova soll Gewinne reinvestieren

Onay will die städtische Immobiliengesellschaft Hanova mit mehr Geld ausstatten. Es könne nicht sein, sagt Onay, dass Hanova vielerorts Wohnungen im gehobenen Preissegment baue und die daraus erwirtschafteten Gewinne an die Stadt abführen müsse. „Mein Konzept sieht vor, auf die Gewinnausschüttung langfristig zu verzichten und die Gewinne in den Bau bezahlbarer Wohnungen zu reinvestieren“, sagt Onay. Der Fokus müsse dabei auf Wohnungen im günstigen und im mittleren Segment liegen.

Neuer Standard: Plus-Energiehäuser

Zudem will der Grüne Bauverfahren beschleunigen und kostengünstiger gestalten. Die bislang üblichen Architektenwettbewerbe sollen nur noch für Bauten an ausgewählten, stadtbildprägenden Orten ausgelobt werden. „Bauanträge sollten grundsätzlich innerhalb von drei Monaten beschieden werden“, sagt Onay. Dazu müssten die Verfahren digitalisiert werden.

Onay fordert einen höheren energetischen Standard bei Neubauten. Plus-Energiehäuser sollen die neue Maßgabe für Hannover werden. Sorge, dass sich dadurch das Bauen verteuern könnte, hat der Grünen-Kandidat nicht. „Es gibt genügend Fördermittel für energiesparende Bauweisen.“ Langfristig mache sich ein gut gedämmtes Haus auch bei den Mietkosten bezahlt. Investoren werfen der Stadt Hannover vor, dass die energetischen Vorgaben schon jetzt zu hoch seien, um günstige Wohnungen zu bauen.

Milieuschutz für Quartiere

Der Grünen-Kandidat will verhindern, dass in citynahen Vierteln alteingesessene Mieter durch Luxussanierungen aus ihren Wohnungen vertrieben werden. Die soziale Zusammensetzung in den Wohnquartieren müsse geschützt werden, etwa durch eine Erhaltungssatzung. Praktiziert wird das bereits in München. Dort müssen Modernisierungen von Wohnungen in bestimmten Gebieten zusätzlich vom Sozialdezernat genehmigt werden. Zudem will Onay verhindern, dass immer mehr Wohnungen in bester Lage lediglich als Spekulationsobjekt dienen oder als Ferienwohnungen angeboten werden. Kürzlich hatte der Landtag die gesetzlichen Grundlagen geschaffen, damit Kommunen ein Zweckentfremdungsverbot aussprechen können.

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