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Aus der Stadt OB-Wahl in Hannover: Die Linken schicken eine Frau ins Rennen
Hannover Aus der Stadt

Oberbürgermeisterwahlen in Hannover: Linke stellt Mitgliedern zwei Kandidatinnen zur Wahl

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00:22 16.06.2019
Jessica Kaußen will für die Linke in den Wahlkampf um das Amt des Oberbürgermeisters ziehen. Quelle: Samantha Franson
Hannover

Ins Rennen um den Chefposten im hannoverschen Rathaus wird eine weitere Frau gehen. Für die Linke wollen sich gleich zwei Kandidatinnen aufstellen lassen: Die Chefin der Regionsfraktion, Jessica Kaußen, und Ratsfrau Brigitte Falke. Wer von beiden am Ende nominiert wird, entscheidet die Parteibasis am Sonntag bei einer Parteiversammlung im Freizeitheim Linden. Die Hannoveraner wählen einen neuen Oberbürgermeister am 27. Oktober. Falls es zur Stichwahl kommt, wird diese am 10. November ausgetragen.

Jessica Kaußen und Brigitte Falke stellen sich Kampfkandidatur

Jessica Kaußen ist 29 Jahre alt und studiert Elektrotechnik an der Leibniz Universität Hannover. Kaußen hat eine zweijährige Tochter und ist verheiratet. Seit 2016 leitet sie sowohl die Linksfraktion in der Regionsversammlung als auch die Linksfraktion im Rat der Stadt Laatzen. Zudem führt sie zusammen mit Johannes Drücker den Kreisverband der Linken. Am Sonntag wählt die Partei turnusgemäß einen neuen Vorstand, Kaußen und Drücker wollen erneut antreten. Für ihre OB-Kandidatur setzt Kaußen Schwerpunkte in den Bereichen Umwelt- und Sozialpolitik. „Wir wollen Tickets für den öffentlichen Nahverkehr kostenfrei anbieten und den Autoverkehr in der Innenstadt eindämmen“, sagt Kaußen. Zudem müsse die Wohnungsnot deutlich stärker bekämpft werden.

Ihre parteiinterne Konkurrentin Brigitte Falke ist 55 Jahre alt und arbeitet als Dozentin für Wirtschaftswissenschaften am Studienkolleg der Leibniz-Uni. Falke sitzt seit 2016 im Rat. Über ihre Motivation, sich als Kandidatin ins Spiel zu bringen, sagt sie.: „Ich war angesichts der Männerriege der Meinung, dass wir mehr Frauen brauchen.“ In der Stadtpolitik habe sie den Eindruck, dass das Soziale vernachlässigt werde. So müsse der soziale Wohnungsbau verstärkt werden.

SPD, CDU, Grüne und Piraten stellen Männer auf

Bisher gehen SPD, CDU, Grüne und Piraten mit eigenen Kandidaten in den Wahlkampf. Die SPD-Parteibasis muss ihren Bewerber Marc Hansmann noch offiziell nominieren, gleiches gilt für den CDU-Kandidaten Eckhard Scholz. Die Grünen haben ihren Bewerber, Belit Onay, am Mittwochabend aufgestellt – mit knapp 98 Prozent der Mitgliederstimmen. Die Piraten müssen über ihren Kandidaten, Ratsherr Adam Wolf, noch befinden. Auch die AfD lässt sich Zeit, die Ratsfraktion schlägt den Bundestagsabgeordneten Jörn König vor. Bewerben um das höchste Amt im Rathaus will sich auch die parteilose Kulturmanagerin Iyabo Kaczmarek.

Von Andreas Schinkel

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