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Aus der Stadt Sanierungsprogramm startet mit Spielplatz
Hannover Aus der Stadt Sanierungsprogramm startet mit Spielplatz
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11:00 19.11.2018
Der Spielplatz Nenndorfer Platz könnte zum Pilotprojekt für das Förderprogramm „Soziale Stadt Oberricklingen“ werden. Quelle: Foto: Samantha Franson
Oberricklingen

Der Auftakt für das neue Sanierungsgebiet Soziale Stadt Oberricklingen Nord-Ost ist getan: Ein etwas heruntergekommener Spielplatz könnte zum Pilotprojekt für das auf zehn Jahre angelegte Förderprogramm werden. Das hat die Stadt jetzt bei einer ersten Bürgerversammlung in der Martin-Luther-King-Schule verkündet. Aus der Nachbarschaft, der Stadtverwaltung, der Wohnungswirtschaft sowie von Vereinen und aus der Lokalpolitik waren gut 50 Teilnehmer dabei. Nun ist es an der Stadt, das Sanierungsprogramm mit Leben zu füllen. Wirklich konkret wird es allerdings erst 2019.

Die Verwaltung prüft derzeit, ob sie die Aufwertung der Spielfläche Nenndorfer Platz und der angrenzenden Straßenflächen für ein erstes Bauprojekt vorschlagen wird. Darüber wird aber noch ausführlich mit Bürgern, dem Bezirksrat und der noch zu gründenden Sanierungskommission für Oberricklingen diskutiert. Solche Kommissionen gibt es in Hannover bereits seit Jahrzehnten, in ihnen sitzen Bürger und Mitglieder der im jeweiligen Bezirksrat vertretenen Parteien an einem Tisch. Ihre Beschlüsse und Ratschläge gehen wiederum in die Debatten der politischen Gremien ein – vom Bezirksrat bis zum Rat der Stadt. Die Oberricklinger Sanierungskommission nimmt voraussichtlich im ersten Quartal 2019 ihre Arbeit auf.

Zusammen planen die Projektpartner Stadt Hannover, Land Niedersachsen und Bund über zehn Jahre hinweg ein Investitionsprogramm von insgesamt 12,2 Millionen Euro. Es wird um die Aufwertung öffentlicher Freiräume gehen, um die Modernisierung von Plätzen, eine mögliche Verschönerung des Butjerbrunnenplatzes und um attraktiveren Wohnraum. Derzeit ist bereits der Spar- und Bauverein mit dem Bau einiger Häuser befasst, auch andere private Eigentümer haben nicht auf das Förderprogramm gewartet und modernisieren Wohnungen. „Weitere konkrete Modernisierungs- und Neubauvorhaben sind nicht bekannt“, sagte Stadtsprecherin Michaela Steigerwald auf Nachfrage des Stadt-Anzeigers. Die Stadt wird allerdings weitere Immobilieneigentümer als Partner ins Boot holen müssen, um im Wohnviertel eine spürbare Verbesserung zu erreichen.

Konkret sind auch Wünsche rund um den Butjerbrunnenplatz. Schon im 2017 veranstalteten Oberricklinger Bürgerforum Mein Quartier 2030 – da war der Stadtteil noch gar nicht um Bundesprogramm Soziale Stadt – war der Platz ein wichtiges Thema. Ungelöst sind bis heute etliche Verkehrs- und Parkprobleme. Die Gemengelage aus Stadtbahngleisen, kreuzendem Kraft- und Fußgängerverkehr, Zufahrten zu Wochenmarkt, Kita St. Lucia und Kirchengemeinde St. Thomas ist immer wieder Anlass für Kritik seitens der Anlieger. Zuletzt hatte die CDU-Fraktion in der Septembersitzung des Bezirksrats mehr Maßnahmen zur Verkehrssicherung angemahnt. Die Stadt hat eine Prüfung zugesagt, auch Anregungen aus dem Forum Mein Quartier 2030 sollen in die Projektplanung für das noch junge Sanierungsgebiet einfließen. Der Abschlussbericht dieses Bürgerdialogs wird Ende des Jahres veröffentlicht.

Möglichst rasch will die Stadt ein Quartiersmanagement für Oberricklingen einrichten, um unter anderem soziale Projekte und Netzwerke zu stärken. Dafür sucht die Gemeinde noch immer barrierefrei erreichbare Büroräume. Sie müssen Raum genug für zwei bis drei Arbeitsplätze und eine Gesamtfläche von bis zu 100 Quadratmetern bieten. Angebote nimmt die Stadt per E-Mail 61.41@hannover-stadt.de entgegen.

Von Marcel Schwarzenberger

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