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Aus der Stadt SPD fordert U-Bahn unter der Sallstraße
Hannover Aus der Stadt

Öffentlicher Nahverkehr in Hannover: SPD fordert U-Bahn unter der Sallstraße

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18:30 23.01.2020
Die SPD hält die Sallstraße für zu eng, um dort Gleise für eine Stadtbahn zu verlegen. Quelle: Christian Behrens
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Hannover

Nach einem jahrelangen oberirdischen Ausbau des Stadtbahnnetzes favorisiert die SPD jetzt eine neue unterirdische Strecke: Von der U-Bahnstation Marienstraße soll ein Tunnel unterhalb der Sallstraße gegraben werden. Am Endpunkt Bismarckbahnhof käme die Linie 10 wieder an die Oberfläche. „Wir wollen mit den Anwohnern der Südstadt in einen Dialog über diese Lösung treten“, sagt SPD-Fraktionschef Lars Kelich. Klar sei auch, dass ein U-Bahnbau ein Vorhaben für die nächste Dekade sei.

Machbarkeitsstudie prüft oberirdische und unterirdische Variante

Anlass für den Vorstoß ist das Ausbauprogramm für den öffentlichen Nahverkehr, das die Regionsverwaltung kürzlich vorstellte. Darin heißt es unter anderem, dass die Linie 10, die bisher am Hauptbahnhof in Höhe Rundestraße endet, über die Berliner Allee und durch die Sallstraße bis zum Bismarckbahnhof verlängert wird. Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz (SPD) will dazu eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben.

„Wir prüfen sowohl eine oberirdische als auch eine unterirdische Streckenführung“, sagt Franz im Gespräch mit der HAZ. Grundsätzlich gehe man davon aus, dass beide Varianten möglich seien. Die Frage stelle sich jedoch, wie hoch die Kosten jeweils ausfallen, wie viel Geld aus Fördertopfen fließt und welche bautechnischen Herausforderungen zu meistern sind. „Wir gehen davon aus, dass in der zweiten Jahreshälfte Ergebnisse vorliegen“, sagt Franz.

Neue U-Bahn nicht unter 200 Millionen Euro zu haben

Tatsächlich dürften die Kosten für eine oberirdische Trasse durch die Sallstraße deutlich geringer sein als für einen Tunnelbau. Nach Informationen der HAZ würde eine U-Bahn-Strecke unter der Südstadt mindestens 200 Millionen Euro verschlingen. Die oberirdische Variante wäre bereits für einen zweistelligen Millionenbetrag zu haben. Entscheidend bei der Rechnung ist, wie viele Fahrgäste die neue Linie nutzen. Am Ende steht die Frage: Lohnt sich die Investition? Die Antwort entscheidet darüber, ob und wie viel Fördergeld die Region beantragen kann.

Eine Stadtbahnverlängerung Richtung Südstadt hatte vor einigen Monaten SPD-Oberbürgermeisterkandidat Marc Hansmann im Wahlkampf ins Gespräch gebracht. Anwohner kritisierten damals, dass die Sallstraße zu eng für eine Bahntrasse sei. Das findet jetzt auch die SPD. „Vor allem im nördlichen Bereich ist die Straße sehr schmal, sodass wir einer oberirdischen Lösung mit großer Skepsis gegenüberstehen“, sagt Kelich.

SPD will günstiges Pendler-Ticket

Darüber hinaus schlägt die SPD vor, ein günstiges Stadtbahn- und Busticket für Pendler aufzulegen. Jeder, der sein Auto auf Park-and-ride-Plätzen abstellt, sollte mit einer Rabatt-Karte in die City weiterfahren können. „Dazu sollten wir die Parkplätze mit Schranken versehen“, sagt Kelich. Das verhindere, dass die Stellflächen von Autofahrern belegt werden, die nicht in die City pendeln wollen.

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Von Andreas Schinkel

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