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Aus der Stadt So schwungvoll startet Holiday on Ice in Hannover
Hannover Aus der Stadt So schwungvoll startet Holiday on Ice in Hannover
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00:19 16.12.2018
Gold-Paar: Svachenko und Massot begeistern Hannovers Eislauffans. Quelle: Holiday On Ice
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Hannover

 Gut 40 Akteure kreiseln und springen über das Eis oder lassen sich in waghalsingen Hebefiguren durch die Luft tragen. Die Geschichte handelt – passend zum Geburtstag – von der Entstehung und Konzeption einer Show, von Illusionen und Träumen, aber wie immer ist so eine Geschichte nur das Kleid für die Sportshow, in der die Damen und Herren auf Kufen zeigen – vor der Pause noch etwas verhalten –, was die Sportart Eiskunstlauf zu bieten hat. Plus Akrobatik am Trapez, viel Poesie und einer schier unendlichen Auswahl an Kostümen.Und weil man sich zum Jubiläum auch mal was gönnen darf, sind die aktuellen Olympiasieger im Paarlauf dabei: Aljona Savchenko und Bruno Massot holen sich nachträglich ihren Gold-Applaus in Hannover ab und wirbeln dann über die Eisfläche – vor der Pause und dann zum Finale.

Alles glitzert und flackert, es gibt anfangs Torte und später viel Show. Holiday on Ice feiert seinen 75. Geburtstag, in Hannovers Tui-Arena noch bis Sonntag mit der Revue „Showtime“.

Die beiden haben sich im erfolgreichsten Jahr ihrer Karriere für eine Pause vom Ergebnissport entschieden und sind nun Teil von „Showtime“. Natürlich gebe es auch Teile aus der Goldkür von Südkorea zu sehen, sagt Savchenko nach dem Warmlaufen, „Wir haben eine Showfassung der Kür zusammengestellt.“ Es ist der erste Auftritt des Paars nach dem Tod ihres Kotrainers vor wenigen Tagen.Für eine junge Dame ist der Auftritt der Superstars eine ganz besondere Begegnung: Alena Sophie Jorgus, seit vergangener Woche zehn Jahre alt, darf nach der Pause eine kleine Kür laufen und wird von den Rängen bejubelt. In jeder Stadt, in der die Show gastiert, darf ein Nachwuchstalent zeigen, was es kann, in Hannover fiel die Wahl auf das blonde Mädchen vom ESC Wedemark. Sechsmal trainiert sie in der Woche, „nur sonntags nicht“.

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Nun steht sie mit Deutschlands Besten der Sportart auf dem gleichen Eis. „Das ist viel aufregender als im Fernsehen“, sagt Alena Sophie. Nicht nur Freunde und Vereinskollegen sind in der Tui-Arena dabei, auch Oma und Opa schauen zu. Ihre Kür hat sie mit ihrer Trainerin selbst ausgesucht, ihren Paradesprung, den doppelten Toeloop, zeigt sie dabei zwar nicht, „aber meine Pirouetten.“Aljona ist für Alena ein Vorbild, aber Alena ist auch für Aljona vorbildlich: „Wir brauchen in Deutschland Nachwuchs. Wir haben viel zu wenige Medien für diese schöne Sportart. Es ist großartig, dass Kinder bei ,Holiday on Ice’ die Chance haben, sich zu zeigen. Sonst macht das keiner.“

Bis Sonntag in der Tui-Arena. Freitag 19 Uhr, Sonnabend 15.30 Uhr und 19 Uhr, Sonntag 13 Uhr und 16.30 Uhr. Karten an allen HAZ-Ticketshops

Von Uwe Janssen