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Aus der Stadt Bach-Konzert: So klang der Flashmob am Kröpcke
Hannover Aus der Stadt Bach-Konzert: So klang der Flashmob am Kröpcke
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18:02 21.12.2018
Flashmob am Kröpcke. Quelle: Lisa Neugebauer
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Hannover

Wer an Flashmob denkt, denkt auch an den Überraschungsmoment. Und der gelang dem Ensemble Geräuschkulisse kurz so vor Weihnachten zweifelsfrei. Die eher ungemütliche Unterführung am Kröpcke war plötzlich erfüllt von Geigen, Trompeten und Chorgesang. Ein Klang, nach dem sich viele Passanten suchend umsahen. Was sie entdeckten, war ein 30-köpfiges Orchester, ein Dirigent und etwa 60 Sängerinnen und Sänger.

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Schon zum dritten Mal hat Dirigent Tammo Krüger den Flashmob organisiert. In der Vorweihnachtszeit stellt er sich mit seinen Musikerkollegen vom Ensemble Geräuschkulisse auf den Kröpcke und spielt die erste Kantate des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach. Den Termin schickt er im Vorfeld an Chöre in Hannover und lädt die Sängerinnen und Sänger ein, bei dem Flashmob mitzumachen. „Ich finde es eine großartige Sache, den Chorleuten die richtige Stimmung geben zu können“, sagt Krüger.

In diesem Jahr konnte nicht nur jeder mitsingen, auch Musiker hatte Krüger unter anderem über die Facebookseite des Ensembles eingeladen, sich dem Flashmob anzuschließen. Noten musste allerdings jeder selbst mitbringen, denn vor der Aufführung wurde nicht zusammen geprobt. „Das macht den Reiz aus“, sagt Krüger. „Ein richtiger Flashmob ist es ja erst, wenn man vorher nicht übt.“

Das Ensemble Geräuschkulisse spielte Johann Sebastian Bach und wurde dabei von rund 60 Sängerinnen und Sängern begleitet.

Eine halbe Stunde lang verbreiteten Orchester und Chor eine weihnachtliche Stimmung im hektischen Gewusel des Bahnhofs, obwohl es eher nach Frittierfett als nach Bratapfel oder Zimt roch. Für viele Chorleute ist die Aktion schon zur Tradition geworden. Singen und Musik gehört an Weihnachten einfach zusammen.

Von Lisa Neugebauer