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Aus der Stadt „Über das Ziel hinausgeschossen“: Paddler wehren sich gegen Bootsverbot auf der Leine
Hannover Aus der Stadt

Paddler wehren sich gegen Bootsverbot auf der Leine bei Hannover

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15:21 22.08.2019
Auf der Leine sind häufig Kanu-Wanderer unterwegs, so wie hier nahe der Leinerandstraße in Alt-Laatzen. Quelle: Daniel Junker
Hannover/Laatzen

Der Plan der Region, das Fahren mit Kanus und Kajaks auf der Leine südlich von Hannover zwischen Januar und Mitte Juli zu verbieten, hat große Irritationen bei den betroffenen Wassersportvereinen ausgelöst. Vertreter von acht Vereinen haben sich Mittwochabend mit dem Präsidium des Landes-Kanuverbands getroffen und Positionen abgesteckt. Nächste Woche soll es ein Gespräch mit der Leiterin der Regions-Umweltbehörde, Sonja Papenfuß, geben.

Paddelverbot auf der Leine? Landes-Kanuverband hofft auf „konstruktives Gespräch“

„Wir glauben, dass die Region über ihr Ziel etwas hinausgeschossen ist, wollen das aber im konstruktiven Gespräch klären“, sagt der Vizepräsident des Landesverbands, Ulrich Sonntag. Was viele Paddler erstaunt: Fußgänger und Radfahrer sollen die gut ausgebauten Wege beidseitig der Leine weiter nutzen dürfen, Angler und Jäger die Gebiete durchstreifen dürfen. Ausgerechnet die Kanuwanderer aber, die auf der Leine geräuschlos unterwegs sind, sollen vertrieben werden. Das Flusssystem Leine/Aller/Weser wäre mit dem Verbot zwischen Göttingen und Nordsee regelmäßig mehr als ein halbes Jahr lang nicht mehr zu durchfahren.

Probleme macht der kommerzielle Kanutourismus

Gemeinhin gelten die Kanuten und Paddler nicht als problematisch für den Naturschutz, sondern nur die kommerziellen Anbieter von Tourismusbooten. Verbands-Vize Sonntag sagt, es gebe etwa an der Ilmenau im Kreis Lüneburg gute Vorbilder für eine Verordnung, die Probleme mit Kanutourismus reguliert.

Drei Vereine wären von dem Verbot besonders betroffen, heißt es bei den Paddlern: Ihre Bootshäuser lägen an der zwölf Kilometer langen Strecke zwischen Kreis Hildesheim und der Wilkenburger Straße in Hannover, die halbjährig gesperrt wäre. Sonntag will sich zur Strategie für das Gespräch mit der Region noch nicht äußern. „Wir sind zuversichtlich, dass diese Regelung nicht so kommt, wie sie vorgelegt wurde.“

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Von Conrad von Meding

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