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Aus der Stadt „Hannoccino“ wird komplett ökologisch
Hannover Aus der Stadt „Hannoccino“ wird komplett ökologisch
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14:17 04.02.2019
Jetzt passt beim Hannoccino auch der Deckel perfekt zum ökologischen Anspruch. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

 Er ist schwarz und passt perfekt: Hannovers Pfandbecher für Kaffee und andere Getränke zum Mitnehmen, der „Hannoccino“, erhält vom 1. März an einen passenden Deckel. Bisher ist dieser noch aus Plastik, bald kann er durch ein Exemplar aus genau dem wiederverwendbaren Material aus Biopolymerern, Naturharzen, Cellulose und natürlichen Verstärkungsfasern ersetzt werden, aus dem auch der eigentliche Becher besteht. Er wird wie der Hannoccino für zwei Euro Pfand angeboten, so dass die Komplettausrüstung mit vier Euro zu Buche schlägt. „Jetzt ist das Pfandsystem richtig rund“, sagt Hannovers Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette.

Umwelteffekte sind schon spürbar

Der spülmaschinenfeste Hannoccino soll die Flut an Einwegbechern eindämmen, mit denen die Stadtreinigung des Abfallzweckverbandes Aha zu kämpfen hat. Nach Angaben von Leiter Mathias Quast funktioniert das schon merkbar. „Das Aufkommen von geschätzt 20 Millionen weggeworfenen Einwegbechern im Jahr ist seit Einführung von Hannoccino um 30 Prozent gesunken“, erklärt er. Dies könne man anhand der Menge und der Zusammensetzung des Mülls beziffern, der auf den Betriebshöfen ankommt. Mittlerweile werde das hannoversche System auch bundesweit beachtet. „Potsdam hat es nach unserem Muster eingeführt, Anfragen aus Hamburg, Stuttgart und Frankfurt liegen vor“, sagt Quast.

Dass das Deckelproblem länger nicht gelöst werden konnte, erklärt Quast mit den hohen Anforderungen an Material und Herstellung: „Erste Versuche mit Silikon waren nicht befriedigend. Als wir uns dann für das Material entschieden hatten, musste der Hersteller eine spezielle Spritzgussform entwickeln, die gewährleistet, dass der Deckel millimetergenau auf den Becher passt.“

50.000 Becher, 30.000 Deckel

Insgesamt sind derzeit 50.000 Pfandbecher im Umlauf. 74 Betriebe bieten sie an 160 Ausgabestellen an. Demnächst werden die Bundesliga-Handballer von TSV Hannover-Burgdorf hinzukommen. Die Zahl der Deckel liegt mit 30.000 niedriger. Der Grund: Die Becher werden etwa im Stadion auch für Glühwein benutzt. Den trinken die Besucher in der Regel aus offenem Behältnis.

Ein Vorgehen wie in Tübingen, wo überlegt wird, Einwegbecher mit einer Abgabe zu belegen, lehnt Tegtmeyer-Dette ab. „Das ist juristisch nicht einfach zu bewerkstelligen. Außerdem wollen wir lieber auf Überzeugung statt auf Zwangsmaßnahmen setzen“, sagt sie.

Von Bernd Haase

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