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Aus der Stadt Polizei stoppt Autoposer in Hannovers Innenstadt
Hannover Aus der Stadt Polizei stoppt Autoposer in Hannovers Innenstadt
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14:52 24.10.2018
Vor allem abends und an Wochenenden dröhnen laute Luxusautos durch die Innenstadt. Quelle: dpa
Hannover

Die Polizei hat am Wochenende gezielt Autoposer und ihre PS-geladenen Fahrzeuge kontrolliert. Sowohl Freitag als auch Sonnabend zogen die Beamten zwischen 18 und 3 Uhr in der Innenstadt insgesamt 62 Autos heraus und überprüften sie. „Wir haben uns vorrangig auf den Stadtkern und die Zufahrtstraßen konzentriert“, sagt Behördensprecher Mirco Nowak. Darunter waren unter anderem die Karmarsch- und Osterstraße sowie der Bereich rund um die Oper.

In 19 Fällen stellten die Ermittler technische Veränderungen fest, sodass die PS-Boliden nicht mehr weiterfahren durften. „Sechs davon wiesen Verschlechterungen der Geräuschemmissionen auf“, so Nowak. Heißt: Die Autos waren zu laut. Ein Fahrer hatte beispielsweise den Katalysator ausgebaut, ein weiteres Fahrzeug wurde an der Abgasanlage manipuliert. Insgesamt fertigten die Beamten vier Strafanzeigen, unter anderem zweimal wegen Nötigung im Straßenverkehr. Außerdem registrierte die Polizei 23 Ordnungswidrigkeiten, darunter „zehn wegen unzulässiger Lärmbelästigung“, sagt Nowak – und ein Lamborghini parkte in der Fußgängerzone. Des weiteren wurden zwei Autos direkt beschlagnahmt.

Doch die PS-starken Autos waren nicht nur zu laut, viele von ihnen waren auch zu schnell unterwegs. So ertappten die Beamten elf Fahrer, die sich nicht ans geltende Tempolimit hielten. „Vier von ihnen müssen mit Fahrverboten rechnen“, sagt Nowak. Spitzenreiter der gezielten Kontrolle war ein Raser, der mit 82 km/h in der 50er-Zone unterwegs war.

Die Aktion ist bereits die dritte Schwerpunktkontrolle von Autoposern in der City. Im Herbst 2017 hatte die Polizei angekündigt, gezielt gegen die lärmenen PS-Protze vorgehen zu wollen. Erstmals stoppten die Beamten im November 2017 mehrere Fahrzeuge, am Karfreitag 2018 wurde die Maßnahme wiederholt. Vor allem Anwohner hatten sich beschwert, die PS-starken Luxuswagen würden vor allem nachts und an Wochenenden lautstark durch die Stadt fahren. „Wir kontrollieren allerdings nicht nur während der Schwerpunktaktionen“, sagt Nowak. Die Beamten würden auch im Rahmen der normalen Streifentätigkeit immer wieder auffällige Autos stoppen und überprüfen. Ein rigoroses Vorgehen gegen die PS-Protzer ist laut Polizei und Stadt jedoch schwierig, da viele Fahrzeuge von Werk aus so laut sein dürfen.

Von Peer Hellerling

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