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Aus der Stadt Polizei Hannover nimmt rund um den Raschplatz drei Dealer fest
Hannover Aus der Stadt

Polizei Hannover nimmt rund um den Raschplatz drei Dealer fest

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17:11 01.08.2019
Der Vorplatz der Drogenhilfestation Stellwerk an der Kreuzung von Fernroder Straße und Rundestraße ist ein Treffpunkt von Abhängigen und Dealern.
Der Vorplatz der Drogenhilfestation Stellwerk an der Kreuzung von Fernroder Straße und Rundestraße ist ein Treffpunkt von Abhängigen und Dealern. Quelle: Peer Hellerling
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Hannover

Die Polizei Hannover hat im Rahmen des neuen Konzepts „Bahnhof.sicher“ eine Schwerpunktkontrolle im Drogenmilieu rund um den Raschplatz durchgeführt. Dabei nahmen die Beamten am Mittwoch drei Dealer nahe der Drogenhilfestation Stellwerk fest und stellten mehrere Hundert Euro Bargeld sicher. Mit gezielten Aktionen will die Polizeidirektion das Gewaltproblem am Hauptbahnhof in den Griff bekommen und gleichzeitig gegen die Drogenkriminalität vorgehen.

Die erste Festnahme gelang den Polizisten gegen 12.40 Uhr an der Ecke von Fernroder Straße und Rundestraße – dort befindet sich auch der Vorplatz des Stellwerks. Ein 26-Jähriger hatte einem 38-Jährigen Kokain verkauft. „Daraufhin nahmen die Beamten den Dealer fest“, sagt Behördensprecherin Isabel Christian. Bei der Durchsuchung wurden auch 225 Euro entdeckt. „Die restlichen Drogen, die er bei sich trug, hatte er offenbar kurz vor der Festnahme heruntergeschluckt.“ Der 26-Jährige ohne festen Wohnsitz wurde im beschleunigten Verfahren einem Richter vorgeführt.

Polizei beobachtet Dealer beim Kokainverkauf

Nur etwa eineinhalb Stunden später wollte ein 23-Jähriger erneut am Stellwerk Kokain an einen 39-Jährigen verkaufen. Weil die Polizei bei der Durchsuchung des mutmaßlichen Dealers allerdings keine weiteren Beweise entdecken konnte, musste sie den jungen Mann nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.

Der dritte Drogendealer ging den Beamten gegen 17.10 Uhr ins Netz. Die Beamten beobachteten einen 21-Jährigen dabei, wie er Kontakt zu mehreren Leuten auf dem Stellwerk-Vorplatz suchte. „Einem 43-Jährigen verkaufte er anschließend eine Einheit Kokain“, sagt Christian. „Schon zuvor soll er einer Frau ebenfalls Kokain verkauft haben.“ Als die Beamten den 21-Jährigen durchsuchten, entdeckten sie 275 Euro. Weil der Verdächtige keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat, wurde er am Donnerstag ebenfalls im beschleunigten Verfahren einem Richter vorgeführt.

Gemeinsames Vorgehen gegen Drogenmilieu

Bei „Bahnhof.sicher“ haben sich im Mai Landes- und Bundespolizei, städtischer Ordnungsdienst, Sicherheitsdienst Protec und Bahn zusammengeschlossen, um gegen die Drogen- und Obdachlosenszene am Hauptbahnhof und Raschplatz vorzugehen. Ein Bestandteil ist, dass 24 Stunden am Tag Präsenz gezeigt und gemeinsam auf Streife gegangen wird. Darüber hinaus richtete die Polizei eine Kontrollzone ein, in der Passanten anlasslos überprüft werden dürfen.

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Von Peer Hellerling