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Aus der Stadt Polizei mahnt zur Vorsicht: Trickbetrüger nutzen Corona-Krise aus
Hannover Aus der Stadt

Polizei mahnt zur Vorsicht: Trickbetrüger nutzen Corona-Krise aus

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16:30 20.03.2020
Trickbetrüger behaupten am Telefon, infizierte Familienangehörige zu sein. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
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Hannover

Trickbetrüger machen sich die Corona-Krise zunehmend zu Nutzen. Bundesweit warnen Polizeiorgane vor den hinterlistigen Maschen. Auch in Niedersachsen gab es bereits Vorfälle. Im Kreis Nienburg gaben sich Betrüger als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes aus und verlangten Zutritt zu den Wohnungen ihrer Opfer – angeblich um Abstriche zu machen. Andere Täter nutzen im Internet die Verunsicherung der Menschen aus.

Laut Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe trugen die Trickbetrüger im Kreis Nienburg sogar Schutzanzüge und Mundschutz. Die Polizei Celle berichtet sogar von Schockanrufen bei Senioren, in denen die Anrufer behaupten, infizierte Familienangehörige zu sein und deshalb dringend Geld bräuchten. Auch die Polizei Hannover mahnt auf HAZ-Anfrage zur Vorsicht, bei ihr sei bis Freitagmittag allerdings noch kein solcher Corona-Trickbetrug in der Region bekannt.

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Erster Fake-Shop tauchte bereits Ende Februar auf

Bereits Ende Februar warnte das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen vor einem Fake-Shop im Internet, der angebliche Schutzmasken zum Kauf anbietet. Versuche, die Seite zu löschen, scheiterten laut LKA bislang am Provider. Darüber hinaus verkaufen derzeit Betrüger auf Kleinanzeigenseiten Schutzkleidung, Desinfektionsmittel und Toilettenpapier zu Wucherpreisen.

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Außerdem gibt es Betrüger, die sich per E-Mail als Bankmitarbeiter ausgeben und behaupten, Filialen müssten wegen der Corona-Krise schließen. Für einen reibungslosen Ablauf benötige man daher die Kontodaten der Angeschriebenen. Wieder andere geben sich als Microsoft-Mitarbeiter aus, die Hilfe beim Homeoffice anbieten und deshalb Zugriff auf den Rechner bräuchten.

Polizei rät zu Vorsicht und Skepsis

Grundsätzlich raten die Sicherheitsbehörden zu Skepsis und Vorsicht. Niemals sollten Unbekannte in die Wohnung gelassen werden. „Solche Täter erschweren leider die Arbeit der echten Polizei und der Mitarbeiter von Gesundheitsämtern“, teilt das LKA Niedersachsen mit. „Diese echten Mitarbeiter und Polizisten weisen sich entsprechend aus.“

Gleiches gilt am Telefon: Behörden fragten nie nach Vermögenswerten. Bei vermeintlichen Verwandten sollte man auflegen und anschließend erneut das Familienmitglied anrufen – allerdings nicht per Rückruftaste. Sollte dennoch ein Trickbetrüger Erfolg haben, sollte die Polizei schnellstmöglich über den Notruf 110 informiert werden.

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Von Peer Hellerling