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Aus der Stadt Das ist der Leibniz-Ring 2018
Hannover Aus der Stadt Das ist der Leibniz-Ring 2018
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19:57 20.11.2018
Die Sieger mit ihrem Ring: Alena Jakunina Uthe und Nico Starke zeigen das Schmuckstück, mit dem sie den Wettbewerb gewonnen haben. Quelle: Moritz Frankenberg
Hannover

Keine Frage: Es ist ein markantes Schmuckstück. Schwarz und breit, nur ein kleiner goldener Stern durchbricht den Metallmantel. Ein Ring, der nicht zu jedem passt. Genau so soll es sein. Denn der Ring wurde eigens für denjenigen angefertigt, der ihn sich am 5. Dezember an den Finger stecken wird: Klaus Meine, Frontmann der Band Scorpions, ist der diesjährige Preisträger des Leibniz-Rings, und die beiden Schöpfer des Schmuckstücks haben sich von dem Rockmusiker und seinem Werk inspirieren lassen.

Goldschmied Nico Starke und seine Kollegin Alena Jakunina Uthe aus Pforzheim haben den Wettbewerb um den Leibniz-Ring gewonnen, den der Presse Club Hannover zum 21. Mal für besondere Verdienste verleiht. Die beiden Macher des Rings setzten sich mit ihrer Kreation gegen 21 Mitbewerber aus ganz Deutschland durch – und wurden am Dienstagabend von Presse-Club-Chef Jürgen Köster mit 3500 Euro Preisgeld und viel Lob ausgezeichnet. „In dem Ring steckt unheimlich viel Arbeit und Können“, würdigte auch Festrednerin Sabine Schormann, Generaldirektorin der Documenta 2022 und Schirmherrin des Ring-Wettbewerbs, die Preisträger bei der Festveranstaltung mit rund 50 Gästen.

Festrednerin Sabine Schormann würdigt die Preisträger. Quelle: Moritz Frankenberg

Die Lebensläufe der Gewinner sind auf besondere Weise mit der Musik der Scorpions verbunden, vor allem mit der weltbekannten Wende-Hymne „Wind of Change“: Die 24-jährige Alena Jakunina Uthe wurde in Russland geboren, der heute 50-jährige Starke lebte bis kurz vor dem Mauerfall in der ehemaligen DDR. „Ich war immer ein Hardrock-Fan, und ich bewundere das Lebenswerk von Klaus Meine“, sagte der Goldschmied. Seine Erinnerungen an die Zeit im real existierenden Sozialismus sind noch präsent: „Ich war damals in einem Rockmusik-Club und habe später festgestellt, dass die Stasi uns jahrelang überwacht hat.“

Auch der Ring erzählt Geschichte: Im Inneren sind winzige Comics mit typischen Motiven zu sehen: Grenzposten und Stacheldraht, der sozialistische Bruderkuss von Honecker und Breschnew, das Brandenburger Tor – und ein Trabbi, der durch die Berliner Mauer fährt. Mittels eines Kugellagers lassen sich die Bilder drehen. Eine Konstruktion, die die Jury besonders beeindruckte. Geht sie doch auf eine Erfindung von Leibniz zurück, der ähnliche Techniken im Bergbau anwandte. Der in der Ringmitte platzierte Goldstern mit Brillanten symbolisiert das Album-Cover von „Wind of Chance“.

Lob gab es auch für weitere Attribute des Schmuckstücks, das aus dem Edelmetall Palladium gefertigt ist und durch Carbon seine dunkle Färbung bekommt. „Die Farbe Schwarz steht für Rock 'n' Roll und Bodenständigkeit und damit für Klaus Meine“, befand die Jury, zu der Reinhard Spieler, Direktor des Sprengel Museums, Sabine Wilp von der Handwerkskammer, Beate Nock von der Chopard Boutique, Goldschmied Andreas Bitter und Hannover-Concerts-Chef Michael Lohmann gehörten.

„Ich denke, der Ring wird Klaus Meine gefallen“, sagte Goldschmied Nico Starke selbstbewusst. Sabine Schormann gab ihm Gewissheit: Der Rockstar habe sich unter allen im Internet vorab gezeigten 22 Ringen des Wettbewerbs genau das Siegermodell ausgewählt, verriet sie bei der Festveranstaltung am Dienstag.

Bei der Preisverleihung im Hannover Congress Centrum im Dezember ist der künftige Leibniz-Ring-Träger dann persönlich anwesend. Bereits 500 Teilnehmer haben sich angemeldet. Darunter ein besonders prominenter Gast: Der ehemalige Box-Weltmeister Wladimir Klitschko wird die Laudatio auf seinen Freund Meine halten. Und der ließ schon einmal ausrichten, wie sehr er sich über die Auszeichnung in der Heimat freut: „Das bedeutet mir so viel mehr als eine Preisverleihung in Los Angeles.“

Von Juliane Kaune

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