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Region Hannover: Der Sommereinsatz startet in die neue Saison

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23:42 09.06.2021
Einsatz für den Verein: Beim TuS Mecklenheide wurden mehr als 30 Radbügel installiert. Die Initiative Sommereinsatz fördert solche Arbeitseinsätze.
Einsatz für den Verein: Beim TuS Mecklenheide wurden mehr als 30 Radbügel installiert. Die Initiative Sommereinsatz fördert solche Arbeitseinsätze. Quelle: privat
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Hannover

Die Corona-Krise hat viele kleine Vereine und Initiativen in der Region Hannover schwer getroffen. Mitglieder konnten sich in den verschiedenen Lockdown-Phasen über Monate nicht mehr treffen und ihren Interessen nachgehen. Workshops und Kurse mussten ausfallen. Das Vereinsleben fand nicht mehr statt. Finanzielle Mittel für notwendige Investitionen sind meist knapp.

Zumindest bei notwendigen handwerklichen Einsätzen setzt nun erneut die Initiative Sommereinsatz der HAZ und der Stiftung Sparda-Bank an. Vereine und Initiativen können sich ab sofort bewerben.

Gestrichene Wände, neue Sitzflächen und sanierte Spielplätze: so vielseitig waren die Sommereinsätze 2020.

Für die Initiative Sommereinsatz haben sich zum siebten Mal die HAZ und die Stiftung Sparda-Bank Hannover zusammengetan, um kleine Vereine in Stadt und Umland bei Umbauten, Renovierungen oder Verschönerungsaktionen zu unterstützen.

So trafen sich Jochen Ramakers, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Sparda-Bank Hannover, und HAZ-Redakteur Heiko Randermann zum Auftakt der neuen Saison am Dorfplatz in Grasdorf. Dort hatten sich im vergangenen Jahr Anwohner versammelt, um gemeinsam den Brunnenplatz zu gestalten.

Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Sparda-Bank Hannover, Jochen Ramakers, (li.) eröffnete nun gemeinsam mit HAZ-Redakteur Heiko Randermann die neue Sommereinsatz-Saison. Quelle: Tim Schaarschmidt

Dutzende Helfer und Helferinnen schliffen und ölten dabei verwitterte Holzbohlen der Sitzbänke, befreiten mit Hochdruckreinigern in Mauern eingelassenen Reliefe vom Schmutz, schrubbten mit Bürsten Dreck vom historischen Brunnen und ersetzten verrottete Baumeinfassungen durch hochwertige Granitsteine. Entstanden ist ein idyllische Treffpunkt, der zum Verweilen einlädt. „Wir haben sehr viel positive Rückmeldungen der Bewohner und Bewohnerinnen bekommen. Es sieht toll aus“, sagt Dorit Battermann.

Dorit und Walter Battermann haben den Einsatz am Brunnenplatz begleitet und treffen sich dort immer gern auf den abgeschliffenen Bänken. Quelle: Tim Schaarschmidt

Mehr als 20.000 Euro für Vereine

„Der Sommereinsatz ist auch in diesem Jahr sehr wichtig“, sagt Jochen Ramakers, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Sparda-Bank Hannover. „Denn die Folgen der Corona-Krise sind für Vereine und die dort engagierten Menschen nicht ausgestanden. Sie brauchen Hilfe. Darum ist der Sommereinsatz für uns auch 2021 eine Herzensangelegenheit.“

HAZ-Reporterchef Heiko Randermann ergänzt: „Für viele Vereine wird 2021 ein schwieriges Jahr, denn Vereinsleben und Sport leiden im zweiten Jahr der Corona-Krise. Umso mehr freut mich, dass wir auch in diesem Jahr mit der Stiftung Sparda-Bank Hannover und dem Sommereinsatz helfen können.“ Mehr als 20.000 Euro stellt die Initiative für die etwa 15 Einsätze in Stadt und Umland zur Verfügung.

Bewerbungen sind unter haz.li/sommereinsatz möglich.

So können Sie beim Sommereinsatz mitmachen

Für einen Sommereinsatz der HAZ und der Stiftung Sparda-Bank Hannover können sich Vereine und Initiativen unter der Adresse haz.li/sommereinsatz bewerben. Für die Aktion gelten bestimmte Förderkriterien:

Es können sich nur gemeinnützige Träger und Initiativen aus der Stadt Hannover und dem Umland bewerben. Sie werden einmalig mit einem Förderbeitrag unterstützt. Die Aktionen sollen sinnvoll sein und eine Aufwertung der Einsatzorte bewirken. Wichtig ist, dass es feste Ansprechpartner gibt, die auch bei der Suche nach einem Handwerker unterstützen.

Ein weiteres Kriterium ist die Zeit. Sämtliche Einsätze sollten an einem Tag zu bewältigen sein. Der Tag ist nicht ausschlaggebend. Manche Vereine brauchen bestimmte Wochentage, andere Initiativen bevorzugen das Wochenende. Es wird im Einzelfall entschieden.

Für alle Einsätze gilt, dass keine Folgekosten entstehen dürfen. Und für jeden Einsatz brauchen die Handwerker und die wenigen Helfer auf dem Gelände natürlich auch die nötigen Zugänge und Genehmigungen – etwa von den Kommunen, wenn es um Projekte im öffentlichen Raum geht. Bei allen Arbeiten gilt es auch in diesem Jahr, besonders auf Abstände und Hygienevorschriften zu achten.

In der vergangenen Saison half das Team Sport-, Kultur- und sozial engagierten Vereinen dabei, Dorfplätze, Aufenthaltsräume und Umkleiden zu renovieren. So schraubten beim Kanu-Sport-Club in der Leinemasch Mitglieder Kabelkästen für neue Stromleitungen an die Decke des Vereinsheims, bauten Trennwände, setzten Fenster ein und strichen Decken.

Beim Ruderverein für das Große Freie in Sehnde wurde ein Dach abgedichtet und eine Bootshalle für Ruderboote geschaffen. Die Sportgemeinschaft Kirchwehren/Lathwehren bekam ein neues Materialhäuschen, beim 1. FFC Hannover strichen die Spielerinnen des reinen Frauenfußballclubs im Sahlkamp die Vereinscontainer, beim MTV Groß-Buchholz wurden die Corona-Hygienevorschriften direkt mit neuen Toiletten- und Waschbeckenbereichen und Spender zur Desinfektion umgesetzt.

Und der Wassersportverein Steinhuder Meer renovierte einen Materialschuppen. Die Einsätze führte das Team zu Kulturvereinen wie Märchenkoffer in Vahrenwald und zur Schule für Tanz-, Clown- und Theaterkultur in der Kornstraße. Es wurde aber auch beim Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst geholfen. Die Corona-Maßnahmen wurden bei allen Einsätzen eingehalten.

Von Jan Sedelies