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Aus der Stadt Weiterer Masernfall entdeckt, Schulverbot für sechs Kinder
Hannover Aus der Stadt Weiterer Masernfall entdeckt, Schulverbot für sechs Kinder
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16:56 20.03.2019
Die Grundschule Suthwiesenstraße in Hannover-Döhren. Quelle: Michael Zgoll (Archiv)
Hannover

Das Gesundheitsamt der Region Hannover hat einen weiteren Masernfall gemeldet. An Erwachsener aus Langenhagen habe sich mit dem Virus infiziert, berichtet Regionssprecherin Christina Kreutz. Bereits am Dienstag war bekannt geworden, dass ein Schüler der Grundschule Suthwiesenstraße an Masern erkrankt ist.

Schulverbot gegen sechs Kinder erlassen

Unterdessen hat das Gesundheitsamt am Mittwoch gegen sechs Kinder der Schule in Hannover-Döhren ein zweiwöchiges Schulverbot erlassen. Drei der Kind sind gar nicht gegen Masern geimpft, drei weitere haben sich Mittwoch impfen lassen, benötigen für einen ausreichenden Schutz aber noch eine weitere Impfung. Bei vier Kindern konnten die Ärzte des Gesundheitsamtes den Impfstatus noch nicht überprüfen. 4 Kinder wurden am Mittwoch zum zweitenmal geimpft.

Kinderärzte des Gesundheitsamts hatten am Mittwoch den Impfstatus aller Schüler überprüft. Am Nachmittag hatten die Eltern dann Gelegenheit, ihre Kinder impfen zu lassen.

Das Gesundheitsamt hatte den Eltern der nicht geimpften Schüler am Nachmittag eine Impfung angeboten. Wie viele Kinder daran teilgenommen haben, will die Region am frühen Abend mitteilen. Inzwischen gibt es in der Region einen Masernverdacht bei einem Erwachsen. Weitere Masernfälle sind am Mittwoch nicht bekannt geworden.

Landesschulbehörde bietet Hilfe an

Die Landesschulbehörde ist am Mittwoch durch Zeitungsberichte auf den Masernfall in der Suthwiesenschule aufmerksam geworden. „Unsere Arbeitsmediziner haben Hilfe und Beratung angeboten“, sagt Behördensprecherin Bianca Schöneich. Die Ärzte könnten bei Bedarf Lehrer und Schulmitarbeiter untersuchen. Am Ende entscheide aber das Gesundheitsamt, wie es weitergehe und ob die Schule möglicherweise vorübergehend geschlossen werden müsse. „Dafür haben wir aber keine Anzeichen“, betont Schöneich.

Gesundheitsamt bleibt gelassen

Tatsächlich bleibt man im Gesundheitsamt gelassen. „Weitere Fälle in dieser oder in anderen Schulen sind nicht bekannt“, sagt Regionssprecherin Sonja Wendt. Immer wieder gebe es vereinzelt Masernerkrankungen in Hannover, das sei nicht ungewöhnlich. Da die Krankheit aber hoch ansteckend sei, müsse man schnell reagieren.

Zuletzt hatten Masernfälle in Hildesheim bundesweit Schlagzeilen gemacht. Nach dem Ausbruch in einer fünften Klasse eines Gymnasiums sind in Hildesheim inzwischen drei weitere Schulen von Masernfällen betroffen. An allen Schulen mussten die Jungen und Mädchen ohne Impfschutz mehrere Wochen zu Hause bleiben. Auch die Lehrer mussten ihren Impfstatus überprüfen lassen. Eine Schule blieb deswegen zwei Tage lang komplett geschlossen.

Amtsarzt warnt: Masern ist gefährliche Krankheit

Die sogenannte Kinderkrankheit Masern hält Amtsarzt Mustafa Yilmaz für gefährlich. „Masern können tödlich enden oder schlimme gesundheitliche Folgen verursachen“, sagt er. Wer sich und seine Kinder impfen lasse, schütze nicht nur sich und seine Familie, sondern auch immunschwächere Menschen in der Bevölkerung vor unkontrollierten Krankheitsausbrüchen. Wer Kontakt mit Erkrankten hatte und nicht geimpft ist, sollte innerhalb von drei Tagen eine Impfung erhalten. Dann kann der Ausbruch der Krankheit unter Umständen noch verhindert werden.

Weiterlesen: Masern in Niedersachsen: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Von Andreas Schinkel und Mathias Klein

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