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Hannover Aus der Stadt

Region Hannover: Zahl der Rotavirus-Infektionen steigt stark an

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19:39 16.07.2019
Wer sich vor Viren schützen will, sollte sich häufig die Hände waschen. Quelle: Nico Herzog
Hannover

Die Zahl der besonders für Säuglinge und ältere Menschen gefährlichen Rotavirus-Infektionen hat in der Region Hannover stark zugenommen. In diesem Jahr wurde die meldepflichtige Krankheit bereits bei 1029 Patienten festgestellt, berichtet ein Sprecher der Krankenkasse IKK-Classic. Im vergangenen Jahr hatte es im gleichen Zeitraum 233 Fälle gegeben. Insgesamt waren im Jahr 2018 in der Region Hannover 318 Infektionen gemeldet worden. Das Gesundheitsamt der Region war am späten Dienstagnachmittag für eine Stellungnahme nicht mehr zu erreichen.

Für Säuglinge kann die Erkrankung lebensbedrohlich sein

Rotaviren lösen starken Brechdurchfall aus. Das kann vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern zu einem dramatischen Flüssigkeitsverlust führen, der lebensbedrohliche Auswirkungen haben kann, wie der IKK-Sprecher erläutert. Erbrechen und Durchfall setzten plötzlich und sehr heftig ein, auch Bauchkrämpfe und Fieber könnten auftreten. Bei Erwachsenen verläuft die Erkrankung meistens milder. Sie ist dennoch für ältere Menschen und chronisch Kranke riskant.

Die Krankenkasse hat die Zahlen bei einer Auswertung der Statistik des Robert-Koch-Instituts erhalten. Demnach waren bis zum 23. Juni in Niedersachsen fast 3000 Infektionen gemeldet worden, das sind mehr als doppelt so viele wie im vergangenen Jahr. Der Statistik zufolge hat die Infektionsrate außer in Sachsen und Thüringen in allen Bundesländern stark zugenommen. Die Steigerung sei ungewöhnlich, meinte der Sprecher.

Konsequente Hygiene ist die beste Vorsorge

Die Übertragung der hoch ansteckenden Viren erfolgt hauptsächlich durch Schmierinfektion. Die Symptome setzen ein bis drei Tage nach der Ansteckung ein. Die wichtigste Vorsorge ist nach Angaben des Krankenkassensprechers konsequente Hygiene. Er rät dazu, sich häufig die Hände zu waschen und WC-Sitze vor der Benutzung zu desinfizieren, vor allem bei Gemeinschaftstoiletten.

Gegen Rotaviren gibt es seit einigen Jahren auch eine Impfung. Die Impfkommission empfiehlt die Schluckimpfung für alle Säuglinge unter sechs Monaten. Sie sollte möglichst bis zum Alter von zwölf Wochen begonnen werden.

Von Mathias Klein

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