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Aus der Stadt Region baut für 900 Mitarbeiter
Hannover Aus der Stadt

Region baut für 900 Mitarbeiter und erwartet wirtschaftlichen Nutzen

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00:16 06.06.2019
Animation: So soll der Anbau am Regionshaus aussehen. Quelle: Boehm/Region Hannover
Hannover

Die Region will ihre Verwaltung an der Hildesheimer Straße zentralisieren. Das Campus genannte Projekt kostet zweistellige Millionenbeträge, soll sich aber langfristig rechnen – unter anderem deshalb, weil gemietete Räume dann aufgegeben werden können. Insgesamt will die Behörde am Campus Büros für 900 Mitarbeiter schaffen.

Neubau an der Akazienstraße

Auf dem Verwaltungscampus nutzt die Region bisher das frühere Kreishaus aus den Fünfzigerjahren sowie den 2007 nach jahrelangen heftigen Debatten um dessen Notwendigkeit eröffneten Neubau. In beiden zusammen arbeiten 1050 Mitarbeiter. Die Erweiterungspläne sehen einen viergeschossigen Neubau auf einer freien Fläche neben dem Altbau an der Akazienstraße vor. Er soll 12,8 Millionen Euro kosten, 2022 fertiggestellt sein und den Fachbereich öffentliche Ordnung sowie die Ausländerbehörde beherbergen.

Theaterwerkstätten werden umgebaut

Zum anderen will die Region die Werkstätten des Staatstheaters neben der Stadtbibliothek samt dahinter liegendem Parkhaus für 3,3 Millionen Euro kaufen. Das denkmalgeschützte Gebäude kommt für Sitzungsräume und Büros in Betracht. Für den Umbau wird ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben; fertig werden könnte er frühestens im Herbst 2023. Nicht nutzbar ist wegen erheblicher baulicher Mängel das Parkhaus, es wird deshalb abgerissen. Auf der Fläche wäre dann Platz für einen Anbau an die jetzigen Werkstätten.

„Insgesamt besitzt die Region in Hannover rund 100 Liegenschaften“, sagt Sprecher Klaus Abelmann. Wenn die Baupläne umgesetzt sind, könnte sie Mietflächen in zehn größeren, teils prominenten Immobilien aufgeben. Darunter befinden sich etwa Räume im Timonn-Carree an der Peiner Straße, auf dem Gelände der früheren Grammophon an der Podbielskistraße, an der Marktstraße und der Osterstraße im direkten Innenstadtbereich.

Weiter steigende Mitarbeiterzahl erwartet

„Die Wirtschaftlichkeit haben wir mit einer Masterplanung überprüft“, sagt Abelmann. Dabei seien außer Mieteinsparungen insbesondere auch Nutzungsvorteile in einem modernen Gebäude, Synergieeffekte sowie die Aktivierung wertvoller Bauflächen in Innenstadtlage berücksichtigt worden. Letzteres heißt übersetzt: Wenn die Region Standorte verlässt, werden diese je nach Immobilie für dringend benötigte Wohnungen oder für Gewerbe frei.

Ohnehin erwartet die Region, dass ihre Beschäftigtenzahl künftig weiter steigt. Sie begründet das damit, dass Bund und Land der Behörde weitere Zuständigkeiten und Aufgaben übertragen. Auf den Raumbedarf hätten auch die Quote der Teilzeitarbeitsplätze – sie liegt derzeit bei etwa 30 Prozent der Beschäftigten – sowie verstärkte Bemühungen bei der Ausbildung Auswirkungen.

Altes Regionshaus erhält Außenaufzug

Zu den Bauplänen der Region zählt auch ein neuer Außenaufzug für den Altbau an der Hildesheimer Straße. Damit und mit dem einhergehenden Umbau des Eingangsbereiches soll die Barrierefreiheit verbessert werden. Bisher gibt es in diesem Teil des sechsgeschossigen Gebäudes nur zwei kleine Innenaufzüge.

Der Außenaufzug erhält an den Seiten türkisfarbene patinierte Kupferbleche, die Vorderfront zur Hildesheimer Straße wird verglast. Damit alle Stockwerke erreichbar sind, müssen die Monteure jeweils die Hauswände durchbrechen. Zur Verfügung stehen wird die Anlage im Herbst kommenden Jahres.

Der Umbau des Foyers und der Aufzug kosten zusammen 2,4 Millionen Euro. Wesentlich günstiger ist mit einem Preis von 95.000 Euro der Fahrstuhl im künftigen Neubau an der Akazienstraße kalkuliert.

Von Bernd Haase

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