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Aus der Stadt Die Jugendfeuerwehr in der Region Hannover wächst beständig
Hannover Aus der Stadt Die Jugendfeuerwehr in der Region Hannover wächst beständig
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13:16 24.02.2019
Wünschen sich mehr Mitbestimmung: Die Regionsjugendsprecher Ina Maschigefski (Feuerwehr Ramlingen - Ehlershausen) und Lucas Behling (Feuerwehr Schulenburg-Leine) beim Regionsjugendfeuerwehrtag in Hannover. Quelle: Moritz Frankenberg
Hannover

Die Talsohle ist offenbar durchschritten, die Mitgliederzahlen der Kinder- und Jugendfeuerwehren in der Region Hannover steigen weiter. Das zweite Jahr infolge verzeichneten die Nachwuchsgruppen der Regionsjugendfeuerwehren 2018 Zuwächse. Diese positive Bilanz zog Jugendwart Michael Homann auf der Jahresversammlung am Freitag in Hannover. Demnach waren im vergangenen Jahr 2849 Jugendliche in den 185 Jugendfeuerwehren der Region organisiert. Dazu kommen 2251 Mitglieder in 147 Kinderfeuerwehren. Das sind 105 mehr Mitglieder als 2016, als die Jugendorganisation einen historischen Tiefstand notierte. Die positive Trendwende in der Region Hannover ist laut Homann im bezirksweiten Vergleich ein kleiner Sonderfall. „Die Entwicklung ist aber durchaus erfreulich“, sagt Homann. „Der demografische Wandel hat uns hier zum Glück nie so hart getroffen wie einige umliegende Landkreise“, sagt Jugendpressewart Daniel Imhof.

Rund 340 Führungskräfte der 332 Kinder- und Jugendfeuerwehren aus der Region Hannover trafen sich zur Jahresversammlung im Haus der Region.

Ein Faktor, der möglicherweise zu der neuen Beliebtheit der Feuerwehrjugend in der Region Hannover beiträgt, seien die gestiegenen Fördermittel. Seit drei Jahren bekommt die Regionsjugendfeuerwehr 10 000 Euro zusätzlich von der Region. Von dem Geld wurde etwa ein Puppenspiel-Seminar finanziert. Es soll den ehrenamtlichen Betreuern attraktive und kreative Impulse für die Gruppentreffen bieten. Auch aus diesem Topf bezahlte Fahrsicherheitstrainings erfreuen sich großer Beliebtheit. „Wir haben Möglichkeiten bekommen, die es so nicht gab“, sagt Homann.

Ein Problem bleibt

Bei allen Erfolgsmeldungen bleibt dem Feuerwehrnachwuchs ein schwerwiegendes Problem. Trotz Wachstum ist die Zahl der Mitglieder, die aus der Jugendfeuerwehr in den aktiven Dienst wechseln, erneut gesunken. Machten 2008 noch 290 Jungen und Mädchen den Schritt, sind es im Vorjahr lediglich 228. Als Austrittsgründe vor der Übernahme nennen die Jugendlichen überwiegend „andere Interessen“ und „keine Lust“. Mit diesen Veränderungen der Hobbys im Teenageralter kämpfen viele Vereine. Anlass zur Hoffnung gibt Homann die Tatsache, dass nur ein sehr geringer Teil der Jugendlichen grundsätzliches Desinteresse an der Übernahme als Grund für das Ende angibt.

Wünschen sich mehr Mitbestimmung: Die Regionsjugendsprecher Ina Maschigefski (Feuerwehr Ramlingen - Ehlershausen) und Lucas Behling (Feuerwehr Schulenburg-Leine) Quelle: Mario Moers

Mehr Mitsprache

Mehr Mitsprache und eine stärkere Einbeziehung in die Planung der Aktivitäten fordert der 15-jährige Regionsjugendsprecher Lucas Behling. Vor den rund 340 zumeist erwachsenen Jugendwarten und Betreuern plädierte er für die Einsetzung von Jugendforen in den Kommunen. Dort sollen Vertreter der einzelnen Jugendfeuerwehren etwa Vorschläge zu Fahrtenzielen oder Freizeitaktivitäten machen können. „Früher sah die Satzung auch vor, dass wir die Jugendwarte selber vorschlagen“, sagt Behling. In Burgdorf und Pattensen seien solche Jugendforen bereits umgesetzt, weitere sollen folgen. „Bisher ist es meist an Lustlosigkeit gescheitert, so etwas auch fortzusetzen“, so Behling. „Es nützt ja nichts, wenn uns Sachen vorgeschlagen werden, zu denen keiner Lust hat“, sagt er.

Kleiner Eklat

Für kurzzeitig angespannte Atmosphäre auf der Bühne im Haus der Region sorgte die Bezirks-Jugendfeuerwehrwartin für Hannover Jana Bengtson. Die Vertreterin warf der Spitze der Regionsjugendfeuerwehr vor, sich zu wenig an den Veranstaltungen der Bezirksebene zu beteiligen. Die Vernetzung innerhalb der umliegenden Landkreise sei aber wichtig, um die eigenen Anliegen bei der Niedersächsischen Landesfeuerwehr zu vertreten, etwa bei der Organisation von Lehrgängen.

Ehrenzeichen und Florianmedaille

Für ihre außergewöhnliche und langjährige Mitarbeit in der Jugendfeuerwehr wurden am Freitag sechs Mitglieder ausgezeichnet. Das Ehrenzeichen der Niedersächsischen Jugendfeuerwehr bekamen die Pattenser Feuerwehrleute Jakob Sebastian Gutekunst, Tobias Kabuss und Marcus Pauli. Nicolas Berndt von der Freiwilligen Feuerwehr Rethmar bekam die Ehrung für seine Mitarbeit im Regionsjugendring. Über die Florianmedaille freuten sich der Fachbereichsleiter Kinderfeuerwehr Bernd Klepsch (Feuerwehr Ingeln-Oesselse) und Frauke Stolhofer (Feuerwehr Neustadt)

Von Mario Moers

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