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Aus der Stadt Rat wünscht sich grünen Pfad über den Dächern der Stadt – doch der Nutzen ist umstritten
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Roof Walk in Hannover: Ratspolitik wünscht sich grünen Pfad über den Dächern der Stadt - doch der Nutzen ist umstritten

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12:00 14.01.2020
So könnte der Spaziergang im Grünen über den Dächern der Stadt aussehen. Quelle: 3D-Visualisierung: chora blau Visualisierung + Grafik GbR, Foto: Helge Krückeberg
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Hannover

Es ist einer der kühnen Träume aus der Bewerbung Hannovers um den Titel Kulturhauptstadt: Die Dächer der City sollen in Gärten verwandelt und mit Stegen verbunden werden, sodass ein Spazierweg in luftiger Höhe entsteht. Die Idee von Ronald Clark, Direktor der Herrenhäuser Gärten, findet in der Ratspolitik immer mehr Anklang – auch abseits der Kulturhauptstadt-Bewerbung.

Begeisterung für den Roofwalk

„Die Idee strahlt bereits aus und begeistert Kollegen in anderen Städten“, sagt Piraten-Vertreter Adam Wolf. Auch FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke findet, dass die Ratspolitik Visionen entwickeln dürfe, auch wenn sie manchmal schräg seien. SPD-Ratsfrau Peggy Keller kann sich ebenfalls für den Roofwalk, den grünen Spazierweg über den Dächern der City begeistern. „Wir können das Vorhaben auch abgekoppelt von der Kulturhauptstadt umsetzen“, meint „Hannoveraner“-Vertreter Jens Böning.

Dezernentin: Viel Aufwand, hohe Kosten

Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette (Grüne) tritt auf die Bremse. Das Vorhaben sei mit viel Aufwand und hohen Kosten verbunden. „Wir müssen die Statik prüfen und mit den Gebäudeeigentümern sprechen“, sagt sie. Schließlich brauche man deren Einverständnis. Daher habe man das Projekt zunächst ruhen lassen und abgewartet, ob es Hannover ins Finale der Kulturhauptstadt-Bewerbung schafft. Aus ökologischer Sicht stehe der Roof Walk ohnehin nicht an erster Stelle, denn andere Grünflächen hätten einen deutlich höheren Effekt auf das Stadtklima.

Damit solche Flächen wie Parks, Stadtwald und Grünzüge erhalten bleiben, hat die Stadtverwaltung ein sogenanntes Freiraumkonzept erarbeitet. Auf 140 Seiten wird unter anderem beschrieben, welche Freiflächen für Hannover unabdingbar sind. Die Ratspolitik wünscht sich nun auf Antrag von SPD, Grünen und FDP, dass das Konzept überarbeit und übersichtlicher wird.

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