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Aus der Stadt Rosenmontag steht Feiern auf dem Stundenplan
Hannover Aus der Stadt Rosenmontag steht Feiern auf dem Stundenplan
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00:21 07.03.2019
Rosenmontag tanzen Kinder und Schulleiterin Bärbel Rudolph in der Johanna-Friesen-Schule Polonaise.
Rosenmontag tanzen Kinder und Schulleiterin Bärbel Rudolph in der Johanna-Friesen-Schule Polonaise. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Wenn das Rheinland am Rosenmontag kopfsteht, herrscht in Hannover zumindest in den Grundschulen Ausnahmezustand. In der Johanna-Friesen-Schule setzt sich Bärbel Rudolph mit Akkordeon an die Spitze einer Polonaise, im Schlepptau eine fröhliche Schar aus Wolf, Indianer, Clown, indischer Prinzessin, Adler, Katzen, Entdecker, Bauernmädchen. „Fasching!“, rufen die Kinder. Die Schulleiterin selbst geht als 96-Fan mit Käppi, dabei hat sie sonst mit Fußball nichts am Hut, Schirmmützen sind außerdem an der Grundschule tabu. Erstklässler Henk trägt Uniform und versucht, den Clown in Handschellen zu legen. „Ich bin gerne Polizist“, erklärt er seine Kostümwahl. Schiedsrichter Theo zückt die Rote Karte. „Die hat Mama mir gekauft“, verrät er.

 

Rosenmontag in Johanna-Friesen-Schule und Staatskanzlei.

Mit ihrer Polonaise holen die Kinder aus Rudolphs Klasse alle anderen Schüler ab und ziehen bis in der Turnhalle. Dort zeigen alle in einer karnevalesken Modenschau, wie Schildkröten, Hexen, Prinzessinnen und andere Figuren sich an so einem Rosenmontag artgerecht verhalten.

30 Narren in der Staatskanzlei

Rund 30 kostümierte Lindener Narren stürmen unterdessen die Staatskanzlei und schafften es bis ins Büro von Ministerpräsident Stephan Weil. Der Hausherr gab die Macht ab – allerdings nur für elf Minuten. Ab 11.11 Uhr hatten die Narren das Sagen in der Schaltzentrale der niedersächsischen Landespolitik, Weil schunkelte gut gelaunt mit.

Von Bärbel Hilbig