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Aus der Stadt Wim Ruijsendaal verlässt die Montessorischule
Hannover Aus der Stadt

Scheidender Schulleiter: Wim Ruisjendaal verlässt die Montessorischule

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12:40 24.06.2019
Dieser Schulleiter sitzt nicht still: Wim Ruijsendaal verlässt das Montessori-Bildungshaus in der Südstadt nach 13 Jahren. Quelle: Nancy Heusel
Hannover

Stillsitzen konnte Wim Ruijsendaal schon als kleiner Junge nicht. Das erzählt seine Schwester Els Ruijsendaal, die als Überraschungsgast zu dessen Verabschiedung als Schulleiter ins Montessori-Bildungshaus kommt. „Jede Minute hat er etwas anderes gemacht“, sagt sie. Einmal habe er sogar die Schreibmaschine des Vaters in Einzelteile zerlegt und sie dann schnell wieder zusammengebaut: „Da war ich aufgeregt.“

Konnte schon als Junge nicht stillsitzen: Wim Ruijsendaals Schwester Els war als Überraschungsgast zur Verabschiedung gekommen. Quelle: Saskia Döhner

13 Jahre lang hat Ruijsendaal die Montessorischule geleitet. Was als Elterninitiative mit zwölf Kita-Kindern am Lüneburger Damm begann, ist jetzt im ehemaligen Gebäude der Grundschule Bonner Straße eine Schule mit Oberstufe. Gerade hat der erste Jahrgang Abitur gemacht. „Ich habe immer gesagt, dass ich gehe, wenn der erste Abijahrgang durch ist“, sagt Ruijsendaal. Als Nachfolger kommt Alexander Delport an die Schule.

Das nächste Projekt: Neue Schule in Bad Nenndorf aufbauen

Auch mit 81 Jahren denkt Ruijsendaal längst nicht an den beruflichen Ruhestand. Sein nächstes Projekt ist der Aufbau einer Montessorischule in Bad Nenndorf. Eigentlich hatte er einen Standort in Steinhude gesucht, dort aber kein Gebäude gefunden, erzählt er.

Die Aufregung von früher hat er verloren, das Feuer lodere aber immer noch in seiner Brust. Ruijsendaal ist Lehrer für Mathematik, Chemie und Physik, an der Schule für Dramatische Kunst hat er in den Sechzigerjahren aber auch Schauspielerei und Regie studiert. Nach Hannover kam er wegen der Liebe zu einer Künstlerin. Die Beziehung hielt nicht besonders lang. „Wir waren zu verschieden“, sagt er. Inzwischen ist er längst mit einer anderen Frau verheiratet, kennengelernt hat er sie in einem Deutsch-als-Fremdsprache-Kurs.

Schon in Amsterdam an Montessorischule unterrichtet

Schon in Amsterdam hatte er fast 30 Jahre am Montessori-Lyzeum gearbeitet, war Vorsitzender der holländischen Montessori-Vereinigung. In der Region Hannover hat er durch diverse Vorträge das „Montessorifieber“ mit entfacht.

Das Montessori-Bildungshaus in der Bonner Straße führt von der Kita bis zum Abitur. Quelle: Rainer Droese

Im Bildungshaus lernt man frei, ganzheitlich und jahrgangsgemischt. Lehrer und Schüler duzen sich. Der Schulleiter war immer „Wim“. „Wir werden dich mit Dankbarkeit vermissen“, sagt seine Stellvertreterin Cora von Rij bei der Verabschiedungsfeier am Sonnabend. Auch sie ist sich sicher: „Dieser Schulleiter sitzt nicht still.“

Von Saskia Döhner

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