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Aus der Stadt Innung baut Schule für 22 Millionen Euro in Hannover
Hannover Aus der Stadt

Schornsteinfeger investieren 22 Millionen Euro in Hannover

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18:00 21.10.2019
Präsentation der Pläne für das neue Bildungs- und Innovationszentrum – standesgemäß mit Schornsteinfegern. Quelle: Ilona Hottmann
Hannover

Der Landesinnungsverband der Schornsteinfeger baut in Marienwerder an der Hollerithallee ein Bildungs- und Innovationszentrum und investiert dafür 22 Millionen Euro. Es ersetzt die aus dem Jahr 1972 stammende derzeitige Schornsteinfegerschule in Langenhagen und einige Außenstellen in Hannover. Angestrebter Baubeginn ist nach Angaben von Landesinnungsmeister Stephan Langer spätestens im Frühjahr 2021, die Bauzeit beträgt 18 Monate.

Wandel im Handwerk

„Das Schornsteinfegerhandwerk wandelt sich gerade“, erklärt Langer. Derzeit belaufe sich der Umsatzanteil der mit dem Verbrennen fossiler Energieträger verbundenen Leistungen auf 70 Prozent. Wegen der Klimapolitik werde diese Rate sinken. „Wir erleben eine Transformation hin zu Energiedienstleistungen und Gebäudelüftung“, sagt Langer. Dem wolle man mit dem neuen Zentrum Rechnung tragen. 858 Mitgliedsbetriebe mit 2500 Beschäftigten fänden dort eine Anlaufstelle.

Marienwerder wird Sitz des Innungsverbandes, der Schule, der Gesellschaft für Bildung und Forschung im Schornsteinfegerhandwerk und des Lüftungsinstitutes. 45 Beschäftigte werden dort arbeiten, dazu kommen etwa 80 Nebenberufler – in erster Linie Lehrer und Dozenten.

Grundstück und Bahnanschluss gaben den Ausschlag

„Wir freuen uns über eine Institution mit überregionaler Bedeutung“, sagt Andreas Zunft von der Stadtplanung im Rathaus. Dieses Empfinden teilt man in Langenhagen nicht, wo man die Schule gern gehalten und zu dem Zentrum erweitert hätte. Für Marienwerder sprachen nach Angaben Langers letztlich das 15.000 Quadratmeter große Grundstück und der Stadtbahnanschluss in unmittelbarer Nähe.

Der Neubau soll im Wissenschaftspark auf einem derzeit bewaldeten Grundstück entstehen. Der Entwurf stammt Büro Mosaik aus Hannover, das einen Architektenwettbewerb mit insgesamt fünf Teilnehmern gewonnen hat. Einer der Gründe laut Jury: Der Charakter der Landschaft werde gewahrt.

Mosaik hat vier zueinander leicht verdreht stehende Baukörper mit bis zu vier Geschossen in Klinkerbauweise und mit Fensterbändern entworfen. Im westlichen Bereich entsteht ein Platz, das Forum, als Ort der Kommunikation. Südöstlich liegt unter hohem Baumbestand die Oase, genutzt hauptsächlich durch die Außenterrasse der Mensa.

Von Bernd Haase

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