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Aus der Stadt Drei Integrierte Gesamtschulen sollen Grundschulklassen bekommen
Hannover Aus der Stadt Drei Integrierte Gesamtschulen sollen Grundschulklassen bekommen
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00:23 17.11.2018
Von der ersten Klasse bis zum Abitur: An der IGS Roderbruch kann man 13 Jahre bleiben. Quelle: Holger Hollemannn / dpa
Hannover

Noch ist die Integrierte Gesamtschule (IGS) Roderbruch die einzige öffentliche IGS mit einer Primarstufe in Hannover, sogar in Niedersachsen. Nach dem Willen des Ampelbündnisses soll jetzt geprüft werden, ob nicht auch die IGS Kronsberg, die IGS Vahrenheide/Sahlkamp und die IGS Badenstedt schon Grundschüler aufnehmen können. Entweder sollen sie eigene Primarstufen einrichten wie die IGS Roderbruch oder mit benachbarten Grundschulen in einem Verbund zusammenarbeiten. „Wir wollen die IGSen stärken“, sagte SPD-Schulpolitikerin Afra Gamoori in der Haushaltssitzung des Schulausschusses.

„Gymnasien haben auch keine Grundschulen“

Die CDU lehnte den Vorstoß ab: Bildungsexpertin Claudia Matz hält dies für eine zu große Vorteilsnahme für Gesamtschulen: „Es gibt ja auch kein Gymnasium mit angeschlossener Grundschule.“

Der größte Posten im Schuletat der Ampel ist die Unterstützung von Brennpunktschulen mit insgesamt 750.000 Euro in den nächsten zwei Jahren, die acht Standorte, zu denen unter anderem die Peter-Ustinov-Oberschule, die Grundschule Mühlenberg und die IGS Vahrenheide gehören, werden zudem über das Landesprogramm „Schule plus“ gefördert. SPD, Grüne und FDP wollen prüfen lassen, wie weiterführende Schulen besser in der Umsetzung der Inklusion unterstützt werden können.

Albrecht-Dürer-Schule erhält nicht länger Bestandsschutz

Nicht durchsetzen konnte sich die CDU mit ihrem Antrag, die Albrecht-Dürer-Förderschule bis 2028 bestehen zu lassen. Das Schulgesetz räumt Kommunen jetzt diese Möglichkeit ein. Etwa 50 Prozent der Förderschulen Lernen im Land sollen jetzt länger bestehen als ursprünglich geplant.

Silvia Klingenburg-Pülm (Grüne), die selbst jahrelang an der Schule für Kinder mit Lernproblemen in Bothfeld unterrichtet hat, sagte, die frühere CDU/FDP geführte Landesregierung habe die Förderschulen kaputtgespart. Es sei viel besser, wenn Schüler mit Lernproblemen ihren Freunden aus dem Kindergarten in eine Schule im Viertel gehen könnten anstatt in einer Schule am Stadtrand gebracht zu werden.

Nach dem Willen des Ampelbündnisses soll die Freiluftschule Burg zwei gläserne Klassenräume für 50.000 Euro bekommen, das Personal im Bildungsbüro der Stadt soll erhöht werden. Die CDU gewann im Schulausschuss, in dem auch Eltern. Schüler und Lehrervertreter stimmberechtigt sind, mehrheitlich Zustimmung für ihre Forderung, mehr Springerkräfte einzustellen, die als Urlaubsvertretung für Schulhausmeister und -verwaltungskräfte eingesetzt werden. Das dürfte jedoch im Verwaltungsausschuss von der Ratsmehrheit wieder kassiert werden.

Von Saskia Döhner

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