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Aus der Stadt Darum schreiben Jugendliche aus 13 Nationen jetzt ihre eigenen Songs
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Schulprojekt in der Calenberger Neustadt: Darum schreiben Jugendliche aus 13 Nationen jetzt ihre eigenen Songs

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16:20 27.12.2019
Rappen in der Schule: 14 Förderschüler der BBS am Goetheplatz aus 13 Nationen machen beim Workshop mit, den Anna Donjes für die AWO organisiert. Quelle: privat
Calenberger Neustadt

Liebe, Träume und Ziele im Leben, Familie und Hobbys: Eine ganze Menge Themen standen für die Jugendlichen zur Auswahl, die sich an einem Rap-Workshop der AWO beteiligt hatten. Und weil die 14 jungen Männer, die ihre musikalischen und rhythmischen Talente unter Beweis stellten, aus 13 Nationen kommen, wurde das Projekt zugleich zu einer multikulturellen Angelegenheit. Eine Woche lang hatten die Teilnehmer einer Sprachförderklasse Zeit, ihre eigenen Rapsongs zu vollenden. Das ist bestens gelungen, wie der Auftritt der 16- bis 19-Jährigen in der Berufsbildenden Schule am Goetheplatz bewies.

Blick in die Alltagswelt

„Rapmusik beeinflusst die Alltagswelt der Jugendlichen maßgeblich“, sagt Anna Donjes, die das Projekt Respekt Coaches für den Wohlfahrtsverband in Hannover organisiert. Darum habe man einen Workshop angeboten, der einen Alltagsbezug herstellt und die jungen Leute durch die gemeinsame Musik einander näherbringen sollte. Die entstandenen Songs spiegelten die Lebenswelt der Jugendlichen wider, erklärt die Expertin. „Je nachdem, was sie aktuell beschäftigt oder worüber sie gerne schreiben wollten.“

Fragmente werden zum Song

Weil die Schüler aus so vielen Staaten kommen, lag die Idee auf der Hand: Jeder sollte einen Textteil über sein Land, seine Herkunft und seine Heimat verfassen. Die Fragmente wurden zu einem Song verbunden. Die Jugendlichen verfassten die Texte in ihrer Muttersprache, dann übersetzten sie diese ins Deutsche. So hätten sie auch einen Einblick in bestimmte Nationalitäten und Mentalitäten bekommen, sagt Donjes. Und: „Sie sind nicht nur kreativer und selbstbewusster geworden, sondern konnten auch besser mit Kritik umgehen und entwickelten einen respektvollen Umgang untereinander“, sagt Donjes. Bemerkenswert sei der Lerneffekt hinsichtlich der deutschen Sprache durch die Songtexte: Die Aussprache habe sich verbessert, Vokabeln ließen sich leichter merken.

Die AWO Region Hannover setzt das Präventionsprogramm Respekt Coaches, das vom Bundesfamilienministerium gefördert wird, als Kooperationspartner an drei hannoverschen Schulen um. Ziel ist, dass Schüler lernen, die demokratische Gesellschaft mitzugestalten, in der sie leben. Vorurteile sollen abgebaut und die Persönlichkeit gestärkt werden.

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Von Juliane Kaune

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