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Aus der Stadt CDU lehnt „Bädergesellschaft“ für Region ab
Hannover Aus der Stadt CDU lehnt „Bädergesellschaft“ für Region ab
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00:21 02.02.2019
Die Betreiber des Freibads in Arnum befürchten, dass eine regionsweite Bädergesellschaft bei manchen Bädern den Rotstift ansetzt. Quelle: Daniel Junker
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Hannover

Der Vorschlag der SPD, beim Bau von Schwimmbädern über den kommunalen Tellerrand zu schauen und sich mit Nachbargemeinden abzustimmen, stößt auf Kritik. Die CDU befürchtet, dass eine Kooperation zu viel Zeit kostet. „Hannover braucht keine weitere Vermengung mit der Region, sondern schnellstmöglich eine flächendeckende Bäderlandschaft für die Bürger unserer Stadt“, sagt CDU-Sportpolitiker Thomas Klapproth. Er erwartet, dass die anstehenden Neubauten von Bädern in Hannover, gemeint sind das Fössebad und das Misburger Bad, so rasch wie möglich begonnen werden.

SPD-Sportpolitiker Angelo Alter hatte gegenüber der HAZ angeregt, dass die Städte der Region Hannover bei der Planung von Schwimmbädern stärker zusammenarbeiten sollten. Dadurch könne unter anderem vermieden werden, dass Kommunen Schwimmbäder in unmittelbarer Nachbarschaft bauen. Alter schlägt vor, eine übergreifende Bädergesellschaft zu gründen. Damit solle eine „moderne, zukunftsfeste Bäderstruktur“ geschaffen werden.

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In Arnum kann die örtliche Freibadinitiative dem Vorschlag wenig abgewinnen. „Jede Gemeinde muss ihre Bäder behalten“, sagt der Vorsitzende der Initiative, Daniel Josten. Zwar sei es sinnvoll, sich mit anderen Kommunen auszutauschen, er befürchtet aber, dass am Ende Bäder geschlossen werden, um die Stadtkassen zu entlasten.

Von Andreas Schinkel