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Aus der Stadt Messerstecher zu vier Jahren Haft verurteilt
Hannover Aus der Stadt

Schwurgericht Hannover: Messerstecher wegen Angriffs auf Frau in Garbsen zu vier Jahren Haft verurteilt

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00:15 19.05.2019
Alex D. (l.) wird von Rechtsanwalt Vyacheslav Varavin verteidigt. Quelle: Frank Wilde
Hannover / Garbsen

Ein 40-jähriger Mann, der im September 2018 eine drei Jahre jüngere Frau in einem Garbsener Hochhaus mit Messerstichen schwer verletzte, ist am Mittwoch vom Schwurgericht zu einer Haftstrafe von vier Jahren verurteilt worden. Die Kammer unter Vorsitz von Wolfgang Rosenbusch sprach Alex D. der gefährlichen Körperverletzung – bei verminderter Steuerungsfähigkeit – schuldig, ordnete zudem die Unterbringung des alkoholkranken D. in einer Entziehungsanstalt an. Die Staatsanwaltschaft hatte für eine Verurteilung wegen versuchten Totschlags und eine Freiheitsstrafe von viereinhalb Jahren plädiert. Im Gegensatz dazu forderte Verteidiger Vyacheslav Varavin einen Freispruch, da sein Mandant mutmaßlich in Notwehr gehandelt habe. Die beiden Hauptbeteiligten waren zum Tatzeitpunkt arbeitslos und Hartz-IV-Empfänger.

Not-OP rettete die Frau

Alex D. war am 20. September nackt im Keller des Hochhauses im Stadtteil Auf der Horst aufgegriffen worden, die schwer verletzte Frau in der Wohnung des Vaters von D. Anders als zunächst angenommen hatte die 37-Jährige, bei der später ein Blutalkoholwert von rund drei Promille ermittelt wurde, den Angeklagten im Zuge eines Streits offenkundig selbst als erste mit einem Messer attackiert und ihn leicht an der Hand verletzt. In der Wohnung des Mannes, der zum Tatzeitpunkt rund zwei Promille Alkohol im Blut hatte, wurden später nur Blutspuren von ihm selbst entdeckt. Im Treppenhaus jedoch entwand D. der Frau das Messer und stach mehrfach auf sie ein. Zwei der Stiche verletzten ihre Lunge und ihren Darm, nur dank einer Not-OP konnte ihr Leben gerettet werden.

Das Schwurgericht ging davon aus, dass D. sein Opfer nicht umbringen wollte, sondern vom Versuch einer Tötung zurücktrat. Nach der Messerattacke verfolgte er die verletzte Frau nicht, auch konnten die beiden offenbar noch eine Absprache treffen, den Ex-Ehemann der Frau der Bluttat zu bezichtigen. Die Kammer sprach der 37-Jährigen im Zuge eines Adhäsionsantrags auch ein Schmerzensgeld von 15.000 Euro zu. Ob D. jemals in der Lage sein wird, diesen Betrag aufzubringen, steht auf einem anderen Blatt.

Von Michael Zgoll

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