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Aus der Stadt Neuneinhalb Jahre Haft für Messerstecher
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Schwurgericht Hannover: Neuneinhalb Jahre Haft für Messerstecher

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18:02 27.11.2019
Juri M. half das Leugnen nicht – das Schwurgericht sprach ihn des Totschlags schuldig. Quelle: Rainer Droese
Hannover

Der 36-jährige Juri M. ist am Mittwoch vom Schwurgericht Hannover wegen Totschlags zu einer Haftstrafe von neuneinhalb Jahren verurteilt worden. Die Kammer unter Vorsitz von Richter Stefan Joseph sprach ihn schuldig, am 10. November 2018 am Drogenstützpunkt Stellwerk einen Bekannten aus dem Drogenmilieu mit einem Messer erstochen zu haben. M. hatte die Tat bis zum letzten Verhandlungstag bestritten. Sein Verteidiger forderte demzufolge einen Freispruch, während die Staatsanwaltschaft für zwölf Jahre Haft plädierte. Während der Urteilsverkündung offenbarte der Angeklagte sein impulsives Wesen, fiel dem Vorsitzenden mehrfach ins Wort und machte abfällige Gesten.

Täter mit Frau des Opfers liiert

Nach Überzeugung des Schwurgerichts gerieten die beiden Männer an jenem Sonnabend gegen 19 Uhr in Streit. Dabei zog Juri M. ein Messer und verletzte seinen wesentlich größeren Widersacher schwer. Dieser schleppte sich in Richtung Raschplatz, sprach noch mit zwei späteren Zeugen, bevor er zusammenbrach und gegen 23 Uhr in einem Krankenhaus starb. Der Streit drehte sich mutmaßlich um die Ehefrau des Opfers, die seit mehreren Jahren mit M. liiert ist.

Zu den entscheidenden Punkten, die zur Verurteilung des 36-Jährigen führten, zählten das Auffinden seines Handys direkt am Tatort nahe dem Stellwerk sowie eine DNA-Spur von M. an der Jacke des Opfers. Auch machte der Angeklagte bei den Vernehmungen der Polizei falsche Angaben, wo er sich zum Tatzeitpunkt aufgehalten habe – sein Alibi erwies sich also als äußerst löchrig.

Von Michael Zgoll

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