Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Viereinhalb Jahre Haft für Stich mit einer Astschere
Hannover Aus der Stadt Viereinhalb Jahre Haft für Stich mit einer Astschere
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:22 22.02.2019
Florian W. (l.) wird von Anwalt Björn Nordmann verteidigt. Quelle: Frank Wilde
Hannover

 Der 24-jährige Florian W., der einem 42-Jährigen im Zuge einer Auseinandersetzung in einer Ledeburger Kleingartenkolonie mit einer Astschere in die Brust stach, ist vom Schwurgericht wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung zu einer Haftstrafe von viereinhalb Jahren verurteilt worden. Gleichzeitig ordnete die Kammer unter Vorsitz von Wolfgang Rosenbusch die Unterbringung des Angeklagten in einer Entziehungsanstalt an. W. ist Alkoholiker und hat im Rausch schon mehrere Straftaten begangen.

Anwalt fordert Schmerzensgeld

Staatsanwältin Ann-Kristin Fröhlich hatte für W. viereinhalb Jahre Haft gefordert. Dagegen plädierte Verteidiger Björn Nordmann auf Freispruch, da sein Mandant in Notwehr gehandelt habe. Einig war er sich mit der Anklägerin nur darin, dass W. in einer Entziehungsanstalt therapiert werden müsse. Anwalt Vyacheslav Varavin, der das Opfer vertritt, stellte den Antrag, dass der Angeklagte seinem Mandanten ein Schmerzensgeld in Höhe von 10.000 Euro zahlen soll. Diesen Anspruch erkannte das Gericht im Grundsatz an.

Zu dem Scherenstich war es am 6. August 2018 in der Kolonie Tannenkamp-Mecklenheide gekommen, drei Männer und drei Frauen wollten grillen. Doch die Stimmung kippte schnell, es gab tumultartige Szenen zwischen mehreren der angetrunkenen Gäste. Der handfeste Streit zwischen den beiden alkoholisierten Männern drehte sich um einen Pitbull, den W. gegen den Willen der Besitzerin streicheln wollte. Als er der Frau ins Gesicht spuckte und ihr einen Wasserkanister an den Kopf warf, griff ihr Freund ein – und wurde kurz darauf niedergestochen.

Das Opfer wurde lebensgefährlich verletzt und leidet bis heute unter den Folgen der Tat, körperlich wie seelisch. W. ist bereits mehrfach vorbestraft, war unter Alkoholeinfluss schon mehrfach gewalttätig geworden. Sollte er bei seiner Entziehungskur scheitern, wird er zusätzlich zu der aktuell ausgeurteilten Haft noch weitere Bewährungsstrafen absitzen müssen.

Von Michael Zgoll

Von einem ganztägigen Warnstreik im öffentlichen Dienst ist am Mittwoch vor allem die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) betroffen. Dort wird die Hälfte der sonst üblichen Operationen gar nicht erst geplant.

19.02.2019

Die Polizei Hannover sucht mit einem Phantombild nach einem Mann, der im Oktober 2018 zusammen mit zwei Komplizen einen Jugendlichen in einer Stadtbahn überfallen haben soll. Der Täter bedrohte den damals 15-Jährigen und erbeutete eine Mütze.

19.02.2019

Seit November hat das Einrichtungshaus in der Innenstadt geöffnet – jetzt schließt es schon wieder. Aber nur übergangsweise: Ende Februar wird ein Aufzug eingebaut. Danach gibt es endlich auch frische Backwaren.

19.02.2019