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Aus der Stadt Das ist das Programm beim Seh-Fest 2020
Hannover Aus der Stadt

Seh-Fest 2020 in Hannover: Das ist das Programm beim Open-Air-Kino

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15:34 28.07.2020
Seh-Fest an der Parkbühne: „Noch nie in so kurzer Zeit so viele Karten verkauft.“ Quelle: Frank Wilde
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Hannover

Das Seh-Fest läuft. Trotz der Corona-Pandemie. Allerdings etwas anders als sonst, nur Ort und Idee sind gleich: Kino unter freiem Himmel auf der Gilde-Parkbühne –und damit ist nicht Paul McCartney (abgesagt) das größte hannoversche Open-air-Spektakel des Jahres, sondern eben das Seh-Fest. Am 3. August geht’s mit der deutschen Komödie „Nightlife“ los, zum Abschluss am 29. des gleichen Monats gibt’s den „König der Löwen“.

Ein Großteil der Karten ging bereits Vorverkauf weg. „Wir haben noch nie in so kurzer Zeit so viele Karten verkauft“, sagte der überwältigte Veranstalter René Schweimler. Pro Vorstellung sind 500 Tickets im Angebot. Für einzelne Filme gebe es noch Eintrittskarten, sagte Schweimler. Er empfiehlt vor der Bestellung einen Blick auf die Internetseite des Seh-Festes. Dort zeigt eine Übersicht, welche Abende ausverkauft sind (darunter „Bohemian Rhapsody“, „Parasite“) und welche Vorstellungen noch freie Plätze bieten (etwa „Ich war noch niemals in New York“).

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Trotz des großen Andrangs wird es keine zusätzlichen Vorstellungen geben. Schweimler erklärte, man wolle den von der Corona-Pandemie schwer getroffenen Kinos keine weitere Konkurrenz machen.

Von „Bohemian Rhapsody“ bis „Harriet“

Bei der Vorstellung im Gehry-Tower am Steintor konnte man den Beteiligten, allen voran Veranstalter René Schweimler, schon anmerken, dass es Nerven gekostet hat, diese Filmreihe auf die Beine zu stellen. Irgendwo zwischen „Euphorie und Niedergeschlagenheit“ sei die Gefühlslage der vergangenen Wochen gewesen. Aber nun ist angerichtet. Für ein Programm aus Blockbustern wie „Bohemian Rhapsody“ (5. August), „Joker“ (14. August) und „Aladdin“ (19. August) bis zu Programmkino wie „Harriet“ (24. August). Die Filme, die zuerst ausverkauft sind, sollen am 21. und 28. August noch einmal gezeigt werden.

Seh-Fest 2020 – das Programm

  • 3.8. Nightlife
  • 4.8. Lindenberg! Mach Dein Ding
  • 5.8. Bohemian Rhapsody
  • 6.8. Little Women
  • 7.8. Knives Out – Mord ist Familiensache
  • 8.8. Once Upon a Time… in Hollywood
  • 10.8. Parasite
  • 11.8. Die Hochzeit
  • 12.8. Mama Mia 2: Here We Go Again
  • 13.8. Als Hitler das rosa Kaninchen stahl
  • 14.8. Joker
  • 15.8. Die fantastische Reise des Dr. Dolittle
  • 17.8. Jumanji: The Next Level
  • 18.8. Ich war noch niemals in New York
  • 19.8. Aladdin
  • 20.8. The Gentlemen
  • 21.8. Seh-Fest-Joker 1: Nightlife
  • 22.8. Bad Boys for Life
  • 24.8. Harriet – Der Weg in die Freiheit
  • 25.8. Das perfekte Geheimnis
  • 26.8. Comedian Harmonists
  • 27.8. Die Känguru-Chroniken
  • 28.8. Seh-Fest-Joker 2: Knives Out
  • 29.8. Der König der Löwen

500 Zuschauer, wo sonst Platz für 5000 Musikfans ist

500 Kinofreunde finden mit Abstand in und auf diversen, sorgsam platzierten und ausgemessenen Liegemuscheln, Sesseln, Sitzen und Bänken Platz, wo bisher Raum für 1200 Kinofans war. Es wird zwei Eingänge geben, beim Rein- und Rausgehen sind Masken zu tragen, ein Formular muss ausgefüllt werden – die mittlerweile üblichen Voraussetzungen. Nummerierte Plätze werden nur für zwei, vier oder acht Personen vergeben, wer also zu dritt ist, muss vier Plätze buchen und gegebenenfalls noch jemanden überreden, mitzukommen.

8 statt 6 Euro Eintritt

Der Eintritt beträgt statt 6 jetzt 8 Euro; 7 Euro war ohnehin angekündigt, ein „Corona-Euro“, wie Schweimler es formulierte, ist jetzt zusätzlich mit drin – und Ausdruck der nicht ganz einfachen Finanzierung des Festivals unter den gegebenen Bedingungen. Seit 2015 kommen konstant mehr als 25.000 Besucher pro Jahr, Tendenz steigend. Diesmal werden es bei 24 Veranstaltungen höchstens 12.000 sein. Hinzu kommen Extrakosten: „Wir haben rund 35.000 Euro Mehrkosten durch Corona-Auflagen“, sagt Schweimler. Anstatt den Eintrittspreis deutlich zu erhöhen („davon profitieren besonders die Filmverleiher“), hat er Sponsoren ins Boot geholt, nicht umsonst saßen bei der Präsentation Jürgen Wache (Volksbank), Susanna Zapreva (Enercity) und Stefani Schulz (Region Hannover) mit am Tisch, die neben anderen das Seh-Fest unterstützen. Hannover Concerts organisiert die einzelnen Veranstaltungen auf der hauseigenen Freiluftbühne.

Auch unter diesen Bedingungen hofft Schweimler auf entspannte Atmosphäre bei den Besuchern. Picknickkörbe dürfen wie immer mitgebracht werden, diesmal ist es sogar im Sinne der Schutzmaßnahmen. Gespielt wird wie immer auch bei Regen, nur „wenn die Welt untergeht“, wird kurzfristig abgesagt. Das gesamte Programm ist in Kürze nachzulesen auf www.seh-fest.de.