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Aus der Stadt Studenten warten bis zu ein Jahr auf Wohnheimplatz
Hannover Aus der Stadt

Semesterstart 2019 in Hannover: Studenten warten auf Wohnheimplätze

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10:42 14.10.2019
Das Klaus-Bahlsen-Studentenwohnheim in der Wilhelm-Busch-Straße gehört zu den geförderten Häusern des Studentenwerks Hannover. Quelle: Villegas
Hannover

Zum Semesterstart im Oktober 2019 haben längst noch nicht alle Studenten eine feste Bleibe gefunden. Das Studentenwerk Hannover hat aktuell 2034 Bewerber für einen Wohnheimplatz auf seiner Warteliste. Eine Chance auf eines der vergleichsweise günstigen Zimmer haben sie jetzt jedoch kaum noch. „Wir haben die meisten Zimmer vergeben. Die Bewerber müssen mit einem halben bis einem Jahr Wartezeit rechnen“, berichtet Sprecherin Miriam Riemann. Die meisten neuen Mieter seien zum 1. September oder 1. Oktober eingezogen.

Weil vergleichsweise wenige Studenten in Hannover in geförderten Wohnungen unterkommen, baut das Studentenwerk weiter. Am Dienstag wird das Richtfest für ein neues Studentenwohnheim an der Haltenhoffstraße gefeiert.

Manche bleiben als Gäste

Die Wohnheime des Studentenwerks verfügen durch Neubauten inzwischen über 2591 Plätze. Zum Wintersemester wird in der Regel ein Drittel davon frei. Das Gros der Studenten muss sich jedoch auf dem freien Wohnungsmarkt eine Unterkunft suchen, was angesichts steigender Mieten nicht einfach ist. „Wir drücken beide Augen zu, wenn unsere Mieter zum Semesterbeginn einem Freund Unterschlupf gewähren. Es ist okay, wenn diese Gäste länger bleiben“, betont Riemann.

Wohnheim bietet Notschlafplätze

Auch das selbstverwaltete Studentenwohnheim Schwesternhaus in der Nähe der Tierärztlichen Hochschule hat sich darauf eingerichtet, wohnungssuchende Studenten vorübergehend aufzunehmen. „Wir haben das jetzt zum zweiten Mal angeboten. Gerade für Erstsemester, die neu in die Stadt kommen, ist die Wohnungssuche schwierig“, sagt Koordinatorin Merle Reige. Nicht jeder habe Verwandte in der Stadt oder könne sich während der Suche ein Hotel leisten.

Vergangenes Jahr übernachteten mehrere Studienanfänger auf Isomatten in einem Gemeinschaftsraum des Schwesternhauses. Dieses Jahr schlafen einzelne Studienstarter bei Bewohnern auf dem Sofa.

Haben Studienanfänger eine Unterkunft gefunden, können die Unterschiede in der Miethöhe beträchtlich ausfallen. Miniwohnungen in Apartmenthäusern privater Investoren kosten teils 600 Euro. Zum Vergleich: Bafög-Empfänger bekommen ab diesem Wintersemester 325 Euro Mietpauschale. Laut Sozialerhebung des Studentenwerks zahlten Studenten in Hannover im Jahr 2016 im Schnitt 327 Euro Miete. Das zurzeit teuerste Einzimmer-Apartment in einem Neubau liegt bei 879 Euro.

Wohnheimplätze kosten 200 bis 400 Euro

Dagegen kostet ein Zimmer oder Apartment in einem geförderten Studentenwohnheim des Studentenwerks in Hannover zwischen 200 und 400 Euro. Im Durchschnitt zahlen die Bewohner 252 Euro. Außerdem bieten Träger wie Kirchen und Verbände weitere 400 geförderte Plätze an. Allerdings kommen in Hannover nur 5,9 Prozent der Studenten in einem geförderten Haus unter. In Niedersachsen liegt die Quote der subventionierten Wohnheimplätze bei 9,4 Prozent, bundesweit sogar bei 9,6 Prozent.

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Von Bärbel Hilbig

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