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Aus der Stadt „Alles belegt“: Leibniz-Universität platzt aus den Nähten
Hannover Aus der Stadt

Semesterstart in Hannover: Leibniz-Universität platzt aus den Nähten

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19:24 13.10.2019
Die Leibniz-Universität Hannover beschränkt sich längst nicht mehr auf den Hauptcampus – und will weiter wachsen. Quelle: dpa
Hannover

Die Leibniz Universität platzt aus allen Nähten und sucht dringend nach Flächen für neue Forschungsinstitute. „Wir sind mit unseren Grundstücken und Gebäuden am Anschlag. Wir brauchen in den nächsten Jahren einen weiteren neuen Campus“, erklärt Präsident Volker Epping. Erst im September hat Hannovers größte Hochschule ihren neuen Maschinenbau-Campus in Garbsen eröffnet. 175 Millionen Euro kostete die Bebauung des 19 Hektar großen Geländes.

Doch die Leibniz Universität wächst weiter. Die Studentenzahlen steigen moderat, aber stetig – in dem am Montag beginnenden Wintersemester sind nach vorläufigen Zahlen mehr als 30.000 Studenten eingeschrieben. Vor allem aber gewinnt die Hochschule neue Forschungseinrichtungen hinzu. Obwohl die Maschinenbau-Institute mit dem Umzug nach Garbsen ihre Gebäude in der Nordstadt räumen, verschafft das kaum Erleichterung. Die Räume sind bereits für andere Institute verplant, die bisher beengt gearbeitet haben. „Am Haupt-Campus ist alles belegt“, betont Epping. Speziell für die Spitzenforscher im Exzellenzcluster Phoenix-D braucht die Leibniz-Universität mittelfristig ein neues Gelände.

Suche mit Stadt nach weiteren Grundstücken läuft

Die Wissenschaftler aus verschiedenen Fachgebieten wie Physik und Produktionstechnik entwickeln innovative und preiswerte Präzisionsoptik. Erklärtes Ziel ist es, dass die Ergebnisse dieser Arbeit in alltagstaugliche Produkte münden. Ein Forschungsbau für die Gruppe sollte deshalb an einer Stelle liegen, die Firmenansiedlungen und Ausgründungen begünstigt. „Marienwerder wäre ideal, denn wir brauchen Flächen auch für die Industrie“, meint der Unipräsident.

Für den Forschungsbau „House of Optics“ will die Uni einen Förderantrag über 70 bis 80 Millionen Euro stellen. Die Stadtverwaltung und Hochschulleitung sind im Gespräch über den Flächenbedarf für Erweiterungen und Neubauten. Es seien gemeinsam potenzielle Grundstücke definiert worden, heißt es vonseiten der Stadt, die der Uni angeboten werden.

Infrastruktur in Marienwerder würde passen

Dabei ist tatsächlich der Wissenschafts- und Technologiepark Hannover im Stadtteil Marienwerder im Spiel, da er für Firmenansiedlungen im Technologiebereich vorgesehen ist und eine passende Infrastruktur bietet. Außerdem hat dort das Laserzentrum Hannover seinen Standort, das am Optik-Exzellenzcluster beteiligt ist.

„Wir unterstützen die Entwicklung der Leibniz-Universität“, betont Stadtsprecher Dennis Dix. Die wachsende Zahl von Studierenden aus dem In- und Ausland zeige, dass der Hochschul- und Wissenschaftsstandort bundesweit und auch international an Bedeutung gewonnen habe. Der Erfolg bei der Exzellenzstrategie trage dabei auch zur Attraktivität Hannovers bei. „Ein starker Ausbildungsstandort macht die Stadt als Standort für Unternehmen attraktiver, weil sie hier die Fachkräfte gewinnen können, die sie für ihre Weiterentwicklung benötigen.“

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Von Bärbel Hilbig

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