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Aus der Stadt Umfrage: So sicher fühlen sich die Menschen in Hannover
Hannover Aus der Stadt Umfrage: So sicher fühlen sich die Menschen in Hannover
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00:16 01.09.2018
Die Bürger in Hannover wünschen sich eine stärkere Präsenz von Polizisten und Ordnungskräften in der Stadt. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa (Archiv)
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Hannover

Hannovers Bürger wünschen sich eine stärkere Präsenz von Polizei und Ordnungskräften in der Stadt. Das ist eines der Ergebnisse einer Bürgerbefragung, die Hannovers Ordnungsdezernent Axel von der Ohe am Mittwoch im Rathaus vorgestellt hat. Die Stadt hat dafür fast 3000 Menschen nach ihrem subjektiven Sicherheitsgefühl befragt. Knapp 60 Prozent der Teilnehmer sprachen sich für mehr Ordnungshüter auf den Straßen aus – darunter waren mehr Männer als Frauen und mehr Ältere als Jüngere.

Von besonderem Interesse der Stadt: Mehr als die Hälfte der Befragten sprach sich auch für eine Ausweitung der Präsenz des neuen städtischen Ordnungsdienstes aus. Dieser befindet sich derzeit im Aufbau und soll gegen Ende des Jahres seine volle Mannstärke von 50 Ordnungshütern erreicht haben. „Die Themen Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit sind besonders wichtig für die Menschen“, sagte von der Ohe. Er sieht das als Bestätigung des Ordnungskonzepts der Stadt.

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Nachts fühlen sich die Menschen weniger sicher

Die Teilnehmer des sogenannten Bürgerpanels sollten ihre Meinung zum Thema Sicherheit und Ordnung im öffentlichen Raum mitteilen. Mehr als 81 Prozent erklärten, Sicherheit sei ihnen sehr wichtig. Beim Sicherheitsempfinden hat die Befragung große Unterschiede zwischen Tag und Nacht hervorgebracht. Während sich die Bürger in Hannover tagsüber sehr sicher oder sicher fühlen – besonders im eigenen Stadtteil –, nimmt dieses Gefühl abends und nachts stark ab. Bestimmte Orte wie Parks und Grünanlagen, Parkhäuser und unterirdische U-Bahnhaltestellen werden gemieden, das Gefühl von Unsicherheit ist abends teilweise dreimal so hoch wie am Tag. Frauen fühlen sich weniger sicher als Männer, Ältere weniger sicher als jüngere Menschen.

Der Raschplatz hinter dem Hauptbahnhof wird dabei als besonders unsicher empfunden. „Der Raschplatz stellt nach Ansicht der Befragten einen deutlich unsichereren, stärker zu vermeidenden und unsaubereren Ort in Hannover dar als andere“, heißt es in der Auswertung der Umfrage.

Bedürfnis nach Sauberkeit

Auch das Bedürfnis nach Sauberkeit ist laut der Umfrage sehr hoch. Besonders stört die Menschen dabei Hundekot auf den Gehwegen, Vandalismus und Zerstörung, Schlägereien, offener Drogenkonsum sowie illegal abgestellter Sperrmüll. Ein Teil der Menschen hat auch konkrete Verbesserungsvorschläge gemacht: Die Stadt solle mehr Abfallbehälter aufstellen, das Stadtgebiet häufiger reinigen, mehr kontrollieren und die Regeln konsequenter umsetzen.

„Die Ergebnisse der Befragung belegen, die hohe Bedeutung der Themen Ordnung, Sicherheit und Sauberkeit und bestätigen damit den mit dem Konzept für Ordnung und Sicherheit im öffentlichen Raum eingeschlagenen Kurs“, sagte Ordnungsdezernent von der Ohe.

HAZ-Kommentar: „Wir haben es auch selbst in der Hand“

In bestimmten Punkten herrscht dringend Handlungsbedarf – bei der Stadt, aber auch bei den Bürgern, meint unser Kommentator.

Zur gesamten Datenerhebung (pdf)

Alle Ergebnisse der Bürgerbefragung der Stadt Hannover zum Thema Sicherheit und Ordnung im öffentlichen Raum finden Sie hier.

Von Karl Doeleke