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Aus der Stadt „Böllerei ist Umweltverschmutzung“: Das denken HAZ-Leser über das Verbot in Hannover
Hannover Aus der Stadt

Silvester in Hannover: Böllerei ist UMweltverschmutzung

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16:04 07.12.2019
Das Silvesterfeuerwerk in Hannover sorgt für Diskussionen. Quelle: Julian Stratenschulte, dpa
Hannover

Eine mögliche Ausweitung des Böllerverbots in Hannover hat bei HAZ-Lesern auf Facebook und Twitter eine Debatte ausgelöst: Die Meinungen reichen dabei von einer Rücknahme des Böllerverbots in der hannoverschen Innenstadt bis zur Ausweitung auf die ganze Stadt. Und es geht auch um Alternativen wie ein von der Stadt organisiertes zentrales Feuerwerk oder eine Lasershow auf dem Schützenplatz.

Lesen Sie hier: Silvester gilt wieder Böllerverbot in Hannovers Innenstadt

„Reine Umweltverschmutzung

Manuela Dzicher Rustler schreibt: „Ich gebe kein Geld für so etwas aus.“ Wenn es nach ihr gehe, sollte die Böllerei überall verboten werden. Seit ihrer Kindheit habe sie Angst vor der Knallerei. Ein Verbot käme aber auch ihrem Hund und allen anderen Tieren zu Gute. Unterstützung bekommt sie unter anderem von Marina Waschniewski. Sie weist vor allem auf die Probleme für Asthmatiker durch den beim Feuerwerk entstehenden Feinstaub hin. „Ich kann an Neujahr die Wohnung nicht verlassen, geschweige denn lüften“, schreibt sie. Und Waldemar Hon fragt, warum Feuerwerk nicht grundsätzlich verboten werde. „Reine Umweltverschmutzung“, betont er.

„Ich werde mich ordentlich eindecken“

Daniel Funke meint, dass das Abbrennen von Feuerwerk unter Einfluss von Alkohol oder Drogen verboten und geahndet werden müsste. „Damit dürften sich die allermeisten Probleme erledigen“, meint er. „Ich werde mich wieder ordentlich eindecken“, kündigt Fabian Schelk an. „Ein Verbot halte ich für komplett daneben“, sagt auch Gesa Krack. „Jeder sollte selbst entscheiden dürfen, wann, wie und ob er Böller zündet oder nicht“, meint sie. Es gehöre einfach zur Tradition dazu. Und generelle Verbote finde sie „total daneben“. Sie liebe Feuerwerk, habe selbst aber noch nie Böller gekauft. „Verurteilen würde ich nie jemanden, nur weil er einmal im Jahr Böller kauft“, meint Krack.

Karin Götting stört sich daran, dass nach dem Feuerwerk die Rest von den Verursachern nicht wieder beseitigt werden. „Auch in den Randbezirken fegen die Wenigsten ihren Dreck an Neujahr weg“, schreibt sie. „Es ist nicht einzusehen, dass die Allgemeinheit für die Reinigung aufkommen soll.“ Das ärgert auch Jean-Christophe Schulze: Die Kosten der Straßenreinigung sollten diejenigen Übernehmen, die den Dreck verursacht haben.

Lasershow für die ganze Stadt?

Sowohl Schulze als auch Götting können sich ein zentrales, von Profis organisiertes Feuerwerk für die ganze Stadt vorstellen. Ein weiterer Vorschlag ist eine Lasershow. „Dann hätten die Tiere keine Lärmbelastung“, sagt Susanne Henning. Einen ähnlichen Vorschlag hatte SPD-Kandidat Marc Hansmann bereits im Oberbürgermeisterwahlkampf gemacht.

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