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Aus der Stadt So verrückt war das Crazy Crossing 2019
Hannover Aus der Stadt

Spaßwettbewerb auf dem Maschsee: So war das Crazy Crossing 2019 

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16:23 14.08.2019
Mit selbstgebauten Booten müssen die Teilnehmer des Crazy Crossing einen Parkour bewältigen. Quelle: Christian Behrens
Hannover

Wenn eine internationale Rockband, eine Eishockeymannschaft und Bernd das Brot beim Maschseefest zusammentreffen, muss da schon etwas Außergewöhnliches los sein – etwas wie das Crazy Crossing. Bei dem Spaßbootrennen treten alljährlich Teams mit selbstgebauten Flößen gegeneinander an und kämpfen sich durch einen Parkour entlang des Nordufers. Auch in diesem Jahr ließen es sich die Mannschaften nicht nehmen, die Boote kreativ zu gestalten.

Eishockey auf dem Maschsee? Das Team Fanclub Lumumba war kreativ. Quelle: Christian Behrens

So kommt das Team Fanclub Lumumba, das seit über 10 Jahren beim Crazy Crossing mitmacht, in diesem Jahr als Eishockeymannschaft angepaddelt – mit viel Liebe zum Detail: Auf Fässern haben die fünf Männer eine Platte wie ein Eishockeyfeld angemalt, ihre Paddel sind etwas modifizierte Eishockeyschläger, und sie tragen Trikots und gebastelte Helme. Da sie mit ihren Paddeln nicht so schnell vorankommen, haben sie sich außerdem eine andere Strategie ausgedacht: Mit Wasserbomben bewerfen sie das gegnerische Team.

Das kann sich zwar nicht wehren, ist aber dafür schnell unterwegs. Die Männer und Frauen von mks Veranstaltungstechnik aus Nienburg sind zum ersten Mal dabei. „Wir haben schon mehrmals die Technik hier gemacht“, sagt Tilmann Giesbert. „Dieses Mal wollten wir mitmachen.“ Ihr Boot ähnelt vom Unterbau dem der Lumumba – oben drauf haben sie allerdings ein Gestell errichtet, dass Scheinwerfer, Boxen und eine Nebelmaschine hält, sodass ihr Gefährt wie eine Bühne aussieht. Passend dazu sind die sechs Crewmitglieder verkleidet wie die Rocker der Band Kiss.

Das Team von mks Veranstaltungstechnik freut sich über den Sieg. Quelle: Lisa Neugebauer

Und noch etwas Besonderes haben sich die Kollegen überlegt: „Wir wollten unbedingt das Boot mit einem Schaufelrad antreiben“, sagt Lukas Heitmeier. „Viele Teams haben das in den vergangenen Jahren versucht, aber keines hat es geschafft. Das wollten wir besser machen.“ Und das haben sie. Mit zwei Fahrrädern treiben sie die Schaufelrädern an und kommen schnell und sicher ins Ziel. Zusammen mit den gesammelten Punkten aus dem Parkour und den Jurypunkten für Kreativität, Stimmung und Teamgeist belegen sie am Ende damit auch den ersten Platz.

Doch auch alle anderen der insgesamt zehn Mannschaften legten sich ins Zeug. Bernd das Brot bewältigte den Parkour zum Beispiel mit einem Sack voll Luftballons, das Team der Textilreinigung Seidel hatte Unterwäsche gehisst und das Team der Chaos Family kam mit einer kleinen Insel angepaddelt.

Martin März (hinten), Fabian Wedekind (links) und Nico Hoppe von der MSC Treibgut kommen als erstes Team ins Ziel. Quelle: Lisa Neugebauer

Die drei Männer der MSC Treibgut aus Burgdorf haben etwa fünf Wochen an ihrem Floß gebaut. „Wir sind froh, dass es gehalten hat“, sagt Nico Hoppe im Ziel. Auf dem Teich eines Kumpels hätten sie das Boot ausprobiert, hier im Parkour habe es aber noch einmal besondere Situationen gegeben. „Wir hatten richtig Spaß, obwohl es anstrengender war als gedacht“, sagt er.

Meike Warda ist schon das 11. Mal als Zuschauerin beim Crazy Crossing dabei. Quelle: Lisa Neugebauer

Am Nordufer jubelten viele Zuschauer den Mannschaften zu und feuerten sie an. Meike Warda ist zum 11. Mal dabei. „Es sind so viele lustige und originelle Ideen dabei“, sagt sie. „Und ich finde toll, dass jeder mitmachen kann.“ Sie selbst habe aber noch nicht überlegt ein Boot zu bauen. „Ich will ungern ins Wasser fallen“, sagt die lachend. „Aber ich schmunzel gern, wenn es den anderen passiert.“ Natürlich feuere sie aber kräftig jedes Team an, damit alle uns Ziel kommen.

Wenn vor dem Nordufer des Maschsees Menschen in bunten Kostümen auf mehr oder weniger seetüchtigen Booten um den Sieg paddeln, dann ist es Zeit für das Crazy Crossing.

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