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Aus der Stadt Hobbyboxer holen sich Tipps vom Profi
Hannover Aus der Stadt Hobbyboxer holen sich Tipps vom Profi
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00:18 02.12.2018
Boxprofi Amin Winter zeigt Hobbysportlern vom Managerboxen seine Techniken. Quelle: Moritz Frankenberg
Hannover

Der junge Mann im schwarz-gelben Trainingsanzug tänzelt leichtfüßig auf der Stelle und lächelt – 13 Herren mit Boxhandschuhen versuchen schnaufend, seine Bewegungen nachzuahmen. „Und jetzt zwei Schläge hintereinander, die Beine mitnehmen, den Körper eindrehen“, ruft Profiboxer Amin Winter den Hobbysportlern vom Verein Managerboxen zu. Die Herren geben ihr Bestes, schwitzen und keuchen, sind aber weit von der Eleganz des 26-Jährigen entfernt. „Die Jungs lernen schnell“, meint Winter anerkennend.

Der hannoversche Boxer, der eigentlich Amet Eminovic heißt, bereitet sich derzeit auf einen Meisterschaftskampf Mitte Januar vor, lässt es sich aber nicht nehmen, regelmäßig beim Managerboxen vorbeizuschauen und den Hobbysportlern ein paar Tricks zu zeigen. „Wir unterstützen Amin bei seinen Vorbereitungen. Er ist ein toller Typ“, sagt Roland Koch, Inhaber der Boxschule im Schlorumpfsweg. Rund 30 Mitglieder zählt der Verein, vom jungen Erwachsenen bis zum gestandenen Herren sind alle Altersgruppen vertreten.

Halbweltergewichtler und Deutscher Meister Amin Winter bereitet sich auf einen neuen Titelkampf vor, zugleich gibt er Hobbyboxern beim Managerboxen Tipps.

Der 55-jährige Karsten Hanneke traut sich mit Winter in den Ring. Beim Sparring, dem Übungskampf, versuchen beide, erlernte Techniken anzuwenden und Treffer zu erzielen, ohne hart auszuteilen. Für den professionellen Halbweltergewichtler (Gewichtsklasse bis 64 Kilogramm) ist es ein Spiel. Wie eine Katze bewegt sich Winter durch den Ring, lässt den schwereren Partner angreifen, duckt sich weg, setzt Konterschläge. Am Ende fallen sich beide grinsend in die Arme. „Verletzt habe ich mich beim Boxen noch nie“, sagt IT-Manager Hanneke. Lädierte Knie habe ihm allein das Fußballtraining eingebracht.

Winter trainiert für seinen Wettkampf nicht nur mit den Managerboxern. Jeden Tag quält sich der Profi durch zwei Übungseinheiten, morgens und abends. Dazwischen arbeitet er als Fahrlehrer. „Ich muss noch ein paar Kilogramm Gewicht verlieren“, sagt Winter. Sein Stammverein ist der Polizeisportverein Hannover (PSV), dort hat er mit 9 Jahren das Boxen erlernt. Etliche Titel hat Winter bereits im Amateurboxen geholt. „Es gab für mich kaum noch Herausforderungen, daher wechselte ich zu den Profis“, erzählt der 26-Jährige. Er gewann kürzlich die Deutsche Meisterschaft und will jetzt Internationaler Deutscher Meister werden. Bei diesem Wettkampf werden auch Boxer zugelassen, die keine deutsche Staatsbürgerschaft haben.

Winter ist Hannover-Fan durch und durch. Bereits zum zweiten Mal organisiert er seinen Meisterschaftskampf am 19. Januar selbst. Er mietet eine Halle am Alten Flughafen, sorgt für Speisen und Getränke, organisiert Ticketverkauf und Werbung. Manager und Mentor ist sein Vater. Zwar durfte Winter auch für den berühmten Sauerland-Boxstall antreten, er entschied sich aber nach zwei Kämpfen für einen eigenen Weg. „Ich will unabhängig und in Hannover bleiben“, sagt er. Sein großes Ziel sei es, um die Europameisterschaft zu boxen – natürlich in Hannover.

Von Andreas Schinkel

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