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Hannover Aus der Stadt

Stadt Hannover will goldene Halim-Dener-Plakette entfernen

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20:30 08.07.2019
Die goldene Gedenkplakette für Halim Dener wurde während der Demo am Sonnabend am Steintor angebracht. Quelle: Peer Hellerling
Hannover

Das jüngste Streitobjekt zwischen der Kampagne Halim Dener und der Stadt Hannover ist gold und klebt an einem Hochbeet: die Gedenkplakette zu Ehren des 1994 von einem Polizisten erschossenen Halim Dener. Am Sonnabend hatten Teilnehmer der großen Demonstration anlässlich seines 25. Todestags die Plakette illegal am Steintorplatz angebracht. „Die Stadt wird die Tafel zeitnah entfernen lassen“, teilt Sprecherin Konstanze Kalmus auf HAZ-Anfrage mit.

Der 16-jährige Halim Dener wurde vor 25 Jahren am Steintor in Hannover von einem Polizisten erschossen. Am Sonntag nahmen mehr als 1000 Menschen an einer Demo im Gedenken an den jungen Kurden teil.

Seit fünf Jahren Streit um Gedenkort

Seit fünf Jahren kämpft die Kampagne dafür, dass ein Gedenkort für den damals 16-jährigen Kurden geschaffen wird. Dener war in der Nacht zum 1. Juli 1994 getötet worden, als er am Steintor Plakate der verbotenen Arbeiterpartei PKK anbrachte. Während eines Handgemenges mit der Polizei löste sich ein Schuss, der den 16-Jährigen in den Rücken traf. Der Beamte wurde bei einem späteren Prozess freigesprochen.

Halim Dener wurde am 30. Juni 1994 auf dem Steintorplatz von einem Zivilpolizisten erschossen. Der damals 16-Jährige brachte gerade Plakate für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK an. Am Sonnabend findet eine Demo anlässlich seines 25. Todestags statt.

Stadt verweist auf Neutralität

Die Stadt begründet das geplante Entfernen der Tafel mit dem Neutralitätsgebot im Konflikt zwischen Türken und Kurden, auf das sie schon bei der Debatte um einen Halim-Dener-Platz in Linden verwiesen hatte. „Das gilt weiterhin“, sagt Kalmus. Das Innenministerium bestätigte diese Haltung 2017. Während der Demo am Sonnabend hatte die Kampagne das Verhalten der Stadt als „Farce“ bezeichnet.

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