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Aus der Stadt Für 2 Milliarden Euro: Hannover will Kläranlagen und Kanäle erneuern
Hannover Aus der Stadt

Stadtentwässerung: Hannover investiert 2 Milliarden Euro in Kläranlagen und Kanäle

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19:33 02.12.2019
Hannovers Abwasserkanäle müssen erneuert werden. Quelle: Daniel Reinhardt
Hannover

Hannover verfügt nach Hamburg und Berlin über das drittgrößte Kanalnetz in Deutschland – doch das Abwassersystem ist in die Jahre gekommen. Die Stadtverwaltung investiert in den kommenden 15 Jahren insgesamt knapp zwei Milliarden Euro, um Kanalnetz und Klärwerke auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. „Als städtisches Unternehmen möchte die Stadtentwässerung ihre Leistungen mit einer guten Qualität und einem hohen Kostenbewusstsein erbringen. Dafür sind Investitionen und strategische Weichenstellungen notwendig“, teilte Umwelt- und Wirtschaftsdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette am Montag mit. Eine Erhöhung der Gebühren ist nach Informationen der HAZ vorerst zunächst nicht geplant. Mittelfristig könnten sie aber durchaus steigen.

Abwasserwirtschaft steht vor einem Wandel

Das kommunale Unternehmen Stadtentwässerung steht vor einem tief greifenden Wandel. Der neue Chef des Betriebs, Matthias Görn, beabsichtigt, sein Unternehmen digitaler und nachhaltiger aufzustellen. „Als eines der größten Entwässerungsunternehmen in Deutschland sehen wir die Abwasserwirtschaft vor einem grundlegenden Wandel“, sagt er.

Energie zur Abwasserreinigung soll in der Kläranlage produziert werden

Derzeit sei die Stadtentwässerung größter kommunaler Energieverbraucher, das müsse sich ändern, meint Görn. Er nimmt sich zum Ziel, dass die in den Klärwerken benötigte Energie in den Anlagen selbst erzeugt wird und sogar noch einen Energieüberschuss produziert. Unbehandeltes Abwasser sei ein wertvoller Energieträger, die enthaltenen organischen Stoffe hätten so viel chemische Energie, dass damit die Reinigung komplett kompensiert werden könne. „Mit überschüssiger Energie könnte zukünftig grüner Wasserstoff produziert und als Kraftstoff für die Mobilität einer Stadt verwendet werden“, meint Görn.

Zudem soll die Stadtentwässerung als Arbeitgeber noch attraktiver werden. Dazu will die Betriebsleitung die „Sichtbarkeit der Arbeit“, die vielfach im Verborgenen stattfinde, erhöhen und in die Belegschaft investieren.

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Von Andreas Schinkel

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