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Aus der Stadt Stickoxidwerte in Hannover sind gesunken
Hannover Aus der Stadt Stickoxidwerte in Hannover sind gesunken
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17:38 31.01.2019
Werte gesunken: Die Messstation an der Göttinger Straße. Quelle: Moritz Frankenberg
Hannover

Die Stickstoffdioxidbelastung der Luft in Hannover ist im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2017 gesunken. Damit nähern sich die Daten weiter den von der EU vorgegebenen Grenzwerten von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft an, bei denen Städte Gegenmaßnahmen ergreifen müssen. Dazu zählen Fahrverbote für Dieselautos, die die Stadtverwaltung und die Ratsfraktionen unbedingt vermeiden wollen. Das Thema liegt weiter auf dem Tisch, weil nach wie vor eine Klage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) im Raum steht. Einen Verhandlungstermin beim Oberverwaltungsgericht gibt es dafür noch nicht.

Stickoxid in Hannover: 42 Mikrogramm

2018 wurden an der offiziellen Messstation an der Göttinger Straße im Jahresmittel 42 Mikrogramm Stickstoffdioxid registriert, das sind zwei Mikrogramm weniger als im Jahr zuvor. Höher sind die gemessenen Belastungen an einigen anderen Messstellen, wo technisch weniger aufwendige sogenannte Passivsammler zum Einsatz kommen. Die Friedrich-Ebert-Straße erreicht 47 Mikrogramm, 2017 waren es dort noch 55 Mikrogramm. In der Bornumer Straße und in der Marienstraße schlagen jeweils 45 Mikrogramm zu Buche. Die Vahrenwalder Straße bleibt mit 38 Mikrogramm unter dem Grenzwert.

Das Land hat diese überprüften Daten an das Bundesumweltamt gemeldet. Für Irritationen sorgte am Donnerstag, dass sie in dessen Tabellen zur Situation in Deutschland zunächst nicht auftauchten. „Sie sind zuverlässig. Zwar wird bis April noch einmal gegengerechnet, aber dadurch ändert sich nichts mehr“, sagt Susanne Schlemmer-Kaune, Sprecherin des niedersächsischen Umweltministeriums. „Wir sind überzeugt, dass sich der Trend zum Rückgang der Werte fortsetzen wird und halten deshalb Fahrverbote für unverhältnismäßig“, teilt das Umweltministerium mit.

Alle sind gegen Fahrverbote in Hannover

Auch die Ratspolitiker wollen verhindern, dass Dieselfahrzeuge aus der hannoverschen Umweltzone verschwinden müssen, sind aber in Sorge. „Wenn die Stadt vom Gericht verurteilt wird, können wir im Rat noch zehnmal beschließen, dass wir keine Fahrverbote wollen, werden aber dazu gezwungen“, sagt SPD-Umweltpolitiker Philipp Kreisz. Immerhin zeige sich jetzt, dass Maßnahmen der Stadt gegen die Luftbelastung langsam griffen. Ähnlich sieht es Mark Bindert (Grüne). Er verweist auf den zwischenzeitlich angeschafften Rechner zur besseren Ampelsteuerung. Andreas Bingemer (FDP) sieht noch mehr Möglichkeiten, den Verkehrsfluss zu verbessern. „Im Moment sind Fahrverbote nicht akut“, sagt er.

Maximilian Oppelt, umweltpolitischer Sprecher der CDU, kritisierte Oberbürgermeister Stefan Schostok: „Er sollte endlich aufhören, die Leute beispielsweise mit der Forderung nach einer blauen Plakette zu verunsichern“. Diese würde im Falle von Fahrverboten nur noch Dieselfahrzeuge moderneren Typs in Umweltzonen erlauben. Außerdem solle die Stadt auch Studien aufgreifen, die das Zustandekommen der Grenzwerte oder die sachgerechte Stationierung der Messstationen anzweifeln. „Ich habe den Eindruck, daran besteht kein Interesse, weil die Stadt Möglichkeiten sieht, den Individualverkehr einzuschränken“, sagt Oppelt.

Von Bernd Haase

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