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Aus der Stadt Sind Tempolimits In der Rehre ein „Schildbürgerstreich“?
Hannover Aus der Stadt Sind Tempolimits In der Rehre ein „Schildbürgerstreich“?
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18:47 19.12.2018
Wettbergen: Die Straße In der Rehre soll erneuert werden. Quelle: Schwarzenberger
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Hannover

Sinnvolles Ausbremsen von Rasern oder Stop-and-Go-Fahrt zu Lasten der Umwelt? Über Geschwindigkeitsbeschränkungen für die Durchgangsstraße In der Rehre in Wettbergen gehen die Meinungen von Ratspolitikern weit auseinander. Die CDU wirft am Mittwoch im Bauausschuss dem Mehrheitsbündnis (SPD, Grüne, FDP) vor, einen Schildbürgerstreich zu planen. „Wird die Forderung der Ampel-Mehrheit umgesetzt, haben wir auf einer Strecke von 300 Metern sechs Mal einen Tempowechsel“, sagte CDU-Baupolitiker Felix Semper.

SPD, Grüne und FDP fordern, dass auf der erneuerten Strecke zwischen Bergfeldstraße und Göttinger Chaussee „mindestens drei kissenförmige Aufpflasterungen“ gebaut werden sollen. Zudem sollen Schilder ein Tempolimit vorgeben. „Damit kommen wir dem Wunsch von Anwohnern und dem Bezirksrat Ricklingen entgegen“, sagt Grünen-Baupolitikerin Elisabeth Clausen-Muradian. Eigentlich wünschte sich der Bezirksrat, dass In der Rehre durchgängig eine Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometern gilt. Doch das ist für Hauptverkehrsstraßen nicht zulässig. „Die Huckel sind ein Kompromiss“, sagt Clausen-Muradian.

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Die CDU wundert sich, dass jetzt schon Tempo 50 als Verkehrsgefährdung gilt. „Zudem steigt die Feinstaubbelastung durch ständiges Abbremsen und Anfahren“, meint Semper. Die Grünen hätten nicht mehr „alle Nadeln an der Tanne“. Clausen-Muradian kontert, dass die CDU Verkehrsteilnehmer „hinter die Fichte“ führe. „Es ist doch klar, dass auf einer geraden, ausgebauten Strecke nicht 50, sondern 70 oder 80 gefahren wird“, sagt die Baupolitikerin. Daher seien die Huckel und Tempolimits sinnvoll. Am Ende setzt sich die Ratsmehrheit knapp mit ihren Forderungen durch.

Von Andreas Schinkel

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