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Aus der Stadt Eklat beim Straßenmagazin „Asphalt“
Hannover Aus der Stadt Eklat beim Straßenmagazin „Asphalt“
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00:16 24.09.2018
Das Straßenmagazin „Asphalt“ kämpft mit einem Rückgang bei der Auflage.
Das Straßenmagazin „Asphalt“ kämpft mit einem Rückgang bei der Auflage. Quelle: Archiv
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Hannover

Beim Straßenmagazin „Asphalt“ ist es zu einem schweren Zerwürfnis gekommen. Herausgeberin Hanna Legatis ist nach eigenen Angaben von ihrem Posten enthoben worden, daraufhin ist Mitherausgeber Prof. Heiko Geiling von seinem Amt als Herausgeber zurückgetreten. In einem Brief an die hannoverschen Medien berichten die beiden von anhaltenden „schweren Auseinandersetzungen“ mit Diakoniepastor Rainer Müller-Brandes.

Dieser habe häufig versucht, mehr Einfluss auf die Arbeit des Teams bei Asphalt zu bekommen, heißt es in dem Schreiben. Er habe sich bemüht „seinen Einfluss noch stärker zu machen, als es ihm seine Doppelrolle als Mehrheitsgesellschafter und Mitherausgeber ohnehin schon erlaubt“, schreiben die Journalistin und der Armutsforscher. Ein weiterer Streitpunkt sei „seine unprofessionelle und mangelhafte Wertschätzung der journalistischen Arbeit“ gewesen. Stets habe im Raum gestanden, sinkende Verkaufszahlen von „Asphalt“ durch Stundenkürzungen bei den Redakteuren zu kompensieren. Legatis und Geiling berichten, dass sie sich dagegen heftig gewehrt hätten.

Ein weiterer Kritikpunkt sei die „intransparente und konfrontative“ Umgangsform des Diakoniepastors. Er habe zu wenig mit dem Team gesprochen, schreiben die beiden. Deshalb hätte vielfach gedroht, dass Konflikte aus dem Ruder liefen.

Müller-Brandes äußerte sich kurz schriftlich per Pressemitteilung über den Stadtkirchenverband: Asphalt sei in Bewegung und stehe immer wieder vor Veränderungen, meinte er. „Unter den drei Herausgebern mit unstrittig hohem Engagement gab es unterschiedliche Meinungen, wie es weitergehen kann“, sagte der Diakoniepastor. Er bedauere den öffentlichen Streit. Gerade in Zeiten sinkender Verkaufszahlen benötige “Asphalt“ Unterstützung und Anerkennung.

Von Mathias Klein