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Aus der Stadt Stadt Hannover lässt tote Gleise in der City entfernen
Hannover Aus der Stadt

Strecke der Linien 10 und 17: Stadt Hannover entfernt tote Gleise

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10:14 29.01.2020
Der Hochbahnsteig am Aegi sowie die Schienen auf dem Schiffgraben werden entfernt. Quelle: Nancy Heusel
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Hannover

Seit zweieinhalb Jahren fahren keine Stadtbahnen mehr oberirdisch vom Hauptbahnhof bis zum Aegidientorplatz, jetzt werden die toten Gleise der Linien 10 und 17 endlich entfernt – aber nicht überall. Im Frühjahr lässt die Stadtverwaltung die Schienen auf dem Ernst-August-Platz vor dem Hauptbahnhof herausreißen, in der zweiten Jahreshälfte verschwinden die Gleise auf dem Schiffgraben. Auch den Hochbahnsteig auf dem Aegidientorplatz reißt die für Gleisbau zuständige Infrastrukturgesellschaft ab. „An dessen Stelle schütten wir Mutterboden auf und säen Rasen aus“, sagt Infra-Prokurist Martin Vey auf Nachfrage der HAZ.

Die alten Schienen Ernst-August-Platz Quelle: Nancy Heusel

Thielenplatz soll umgestaltet werden

Die Schienenstränge auf der Prinzenstraße vor dem Schauspielhaus sowie auf dem Thielenplatz und der Joachimstraße bleiben zunächst bestehen. „Hier müssen wir uns noch mit der Stadt Hannover abstimmen“, sagt Vey.

Hintergrund sind die noch immer andauernden Bauarbeiten an der Eisenbahnbrücke zwischen Königstraße und Thielenplatz. Eigentlich sollte die Erneuerung der Brücke bis Dezember vergangenen Jahres abgeschlossen sein, doch erst im März dürfte alles fertig sein. Man habe den Aufwand für die Restarbeiten unterschätzt, hieß es kürzlich vonseiten der Bahn. Erst wenn die Baustelle geräumt und der Thielenplatz frei von schwerem Gerät ist, sollen die Gleise entfernt und der gesamte Platz umgebaut werden.
Auch auf der Prinzenstraße sollen die toten Gleise verschwinden. Quelle: Nancy Heusel

Umbau von Prinzenstraße und Einmündung Schiffgraben geplant

Nach Informationen der HAZ hat das Bauamt bereits Pläne für den neuen Thielenplatz in der Schublade. Auch für eine Umgestaltung der Prinzenstraße gibt es im Rathaus erste Überlegungen. Im Zuge der Bauarbeiten auf der Prinzenstraße sollen die toten Gleise verschwinden. Neu gestaltet wird zudem der Einmündungsbereich der Prinzenstraße in den Schiffgraben. Dort soll dem Vernehmen nach eine Art Mini-Park mit Tümpel und Schilf entstehen, in Erinnerung an die ursprüngliche Landschaft an diesem Ort.
In der zweiten Jahreshälfte verschwinden die Gleise auf dem Schiffgraben. Quelle: Nancy Heusel

Als ersten Schritt zum Abbau des toten Schienenstrangs werden im Frühjahr die Gleise auf dem Ernst-August-Platz entfernt. An deren Stelle legt die Stadt neue Busspuren für die Linien 121, 128 und 134 an. Neue behindertengerechte Haltestellen sind auf dem Bahnhofsvorplatz ebenfalls geplant.

Bezirksrat lehnt Pläne für Ernst-August-Platz ab

Über diese Pläne hat der Bezirksrat Mitte am Montagabend als erstes politisches Gremium diskutiert – und abgelehnt. „Wir hätten dem Vorhaben zugestimmt, waren aber mit Änderungswünschen der Grünen nicht einverstanden“, sagt CDU-Fraktionschef Martin Hoffmann. Eine Stunde hat das Gremium über die Forderungen der Grünen diskutiert. Dabei ging es unter anderem darum, für Radfahrer, die auf der Joachimstraße in Richtung Ernst-August-Platz unterwegs sind, eine schnelle Verbindung zu schaffen sowie das Bodenniveau des Platzes mit dem den umliegenden Straßen auf eine Linie zu bekommen.

Die Ablehnung des Bezirksrats dürfte folgenlos bleiben. Der Bauausschuss wird dem Vorhaben voraussichtlich zustimmen.

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