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Aus der Stadt Streit im Drogenmilieu? 30 Vermummte stürmen Wettbüro
Hannover Aus der Stadt

Streit im Drogenmilieu von Hannover? 30 Vermummte stürmen Wettbüro

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16:34 03.11.2019
Möglicherweise ist der Angriff auf das Wettbüro in der Steintorstraße auf einen Streit im Drogenmilieu zurückzuführen. Quelle: Peer Hellerling
Hannover

30 Vermummte haben am Sonnabend ein Wettbüro im Steintorviertel gestürmt und mehrere Männer attackiert. Die Täter waren unter anderem mit Schlagstöcken bewaffnet. So schnell wie sie eindrangen, genauso schnell waren die Angreifer auch wieder weg. Die Polizei konnte jedoch vier Verdächtige stellen und ermittelt gegen sie. Möglicherweise handelte es sich um eine Auseinandersetzung im Drogenmilieu, das Wettbüro ist bei den Ermittlern als Treffpunkt bekannt.

Mit Schlagstöcken und Knüppeln bewaffnet

Die Polizei wurde gegen 18.30 Uhr gerufen, laut Behördensprecher Philipp Hasse sollen die Unbekannten „schlagartig“ in das „Bet 3000“ an der Steintorstraße eingedrungen sein. „Die Angreifer gingen gezielt mit Schlagwerkzeugen auf Personen in der Lokalität los.“ Augenzeugen berichteten von Schlagstöcken, Knüppeln und sogenannten Quarzsandhandschuhen. Zehn Männer afrikanischer Staatsangehörigkeiten wurden leicht verletzt, einige kamen mit Schürfwunden und Blutungen in Krankenhäuser. Nach dem Übergriff flohen die Täter.

Da die Polizei aufgrund anderer Veranstaltungen verstärkt in der Innenstadt präsent war, erreichte sie den Einsatzort sehr schnell – und konnte noch vier Männer festnehmen. Ein Beamter erlitt dabei leichte Verletzungen. Bei den Verdächtigen zwischen 28 und 40 Jahren handelt es sich um einen Deutschen, zwei Türken und einen Libanesen. „Bei ihnen haben wir drei Schlagstöcke und ein Paar Quarzsandhandschuhe beschlagnahmt“, sagt Hasse. Gegen die Männer wird wegen schweren Landfriedensbruchs ermittelt, sie wurden aber vorerst wieder freigelassen.

Wettbüro Treffpunkt für Dealer

Die Hintergründe für die Attacke sind allerdings noch unklar. Das Wettbüro wird regelmäßig von Dealern frequentiert und wurde bereits mehrfach von der Polizei durchsucht. Behördensprecher Hasse möchte dies nicht kommentieren: „Die Ermittlungen gehen in alle Richtungen.“ Allerdings seien bei zwei Verletzten geringe Mengen Marihuana beschlagnahmt worden.

Da sowohl der Angriff als auch der Polizeieinsatz von rund 100 Gaffern beobachtet wurde, bitten die Ermittler zudem um Zeugenhinweise – nach Möglichkeit auch um Foto- und Filmaufnahmen der Tat. Die Beamten sind erreichbar unter Telefon (0511) 109 28 20.

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Von Peer Hellerling

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