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Aus der Stadt Taxiunternehmer fühlt sich von Hallo Taxi benachteiligt
Hannover Aus der Stadt

Streit in Hannover: Taxiunternehmer klagt gegen Hallo Taxi

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00:16 23.05.2019
Manche Taxiunternehmer an Hauptbahnhof in Hannover fühlen sich benachteiligt. Ein Unternehmer will jetzt klagen. Quelle: Ole Spata, dpa
Hannover

Werden bei der Servicezentrale Hallo Taxi 3811 in Hannover manche Taxiunternehmer besser behandelt und andere deutlich schlechter? Diese Frage will ein Taxiunternehmer jetzt gerichtlich klären lassen. Denn Unternehmer Saeed Rafie Vardini ist davon überzeugt, dass am Hauptbahnhof lukrative Fahrten wie zum Beispiel nach München und Berlin immer an die gleichen Taxiunternehmer verteilt werden, er selbst aber nur kürzere Fahrten wie zum Beispiel zum Flughafen oder nach Hildesheim bekommt. In der GmbH Hallo Taxi haben sich 233 Taxiunternehmer als Gesellschafter zusammengeschlossen. Insgesamt sind in Hannover rund 590 Taxis unterwegs.

Rafie Vardinis Anwalt Heiko Friedrich Müller spricht von einer „ungeheuerlichen Geschichte“. Nach seinen Angaben haben andere Taxifahrer aus Hannover ähnliche Erfahrungen gemacht. Die Geschäftsführung von Hallo Taxi 3811 weist die Vorwürfe zurück.

Taxigutscheine der Bahn sind begehrt

Immer wenn zum Beispiel in den Abendstunden Fernzüge Verspätungen haben oder ausfallen, sodass die Passagiere ihre Ziele nicht mehr erreichen können, vergibt die Deutsche Bahn Taxigutscheine. Am Serviceschalter stelle dann ein Bahnmitarbeiter die Gutscheine aus und gebe diese an einen Mitarbeiter von Hallo Taxi weiter, berichtet Müller. Dieser verteile die Gutscheine an die Taxifahrer.

„Es gibt bei der Verteilung keine Gerechtigkeit und keine Nachprüfbarkeit“, beklagt Anwalt Müller. Mit seinem Mandanten habe er das Thema mit der Geschäftsführung von Hallo Taxi besprochen. „Dort sind wir mit unserem Wunsch, die Gutscheinvergabe zu dokumentieren, abgeblitzt“, berichtet Müller.

„Uns bleibt nur der Klageweg“

Rafie Vardinis hatte vorgeschlagen, auf allen Gutscheinen das Taxiunternehmen zu vermerken und entsprechend zu dokumentieren. So sei am Jahresende ein Abgleich möglich, ob alle Taxifahrer, die sich um Fahrten der Deutschen Bahn bewerben, in etwa gleich bedacht werden. Durch die Ablehnung einer solchen Dokumentation bleibe jetzt nur noch der Klageweg, sagt Müller.

Hallo-Taxi-Geschäftsführer Wolfgang Pettau sagt, dass es keine Ungerechtigkeiten bei der Verteilung der Gutscheine gebe. Deshalb sehe er der Klage gelassen entgegen. Natürlich sei es ärgerlich, wenn man bei den wartenden Taxifahrern ganz vorn stehe, und dann eine Fahrt nach Hildesheim bekomme. „Das ist blöd“, betont er. Es sei aber auch so, dass diejenigen Taxiunternehmer, die mit ihren Wagen jeden Tag am Bahnhof stünden, mehr und lukrativere Fahrten abbekämen, als diejenigen, die nur einmal in der Woche zum Bahnhof kämen.

Hallo Taxi: Wir dokumentieren die Fahrten

Nach Angaben von Pettau sind die Fahrten dokumentiert, aber das könne die Geschäftsführung nicht jedem Unternehmer zu Verfügung stellen. Der Hallo-Taxi-Chef verweist in diesem Zusammenhang auf den Datenschutz.

Mehr zum Thema:

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Von Mathias Klein

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