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Aus der Stadt Jusos fordern Rücktritt von Bezirksbürgermeister Grunenberg
Hannover Aus der Stadt Jusos fordern Rücktritt von Bezirksbürgermeister Grunenberg
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18:50 03.03.2019
Bezirksbürgermeister Harry Grunenberg, hier bei einer Veranstaltung im Sommer, wird vom SPD-Parteinachwuchs kritisiert. Quelle: Nele Schröder
Hannover

Der handgreifliche Streit zwischen SPD-Politikern im Sahlkamp schlägt hohe Wellen. Die Jusos, Nachwuchsorganisation der SPD, fordern in einer E-Mail an den hannoverschen Parteivorstand den Rücktritt von Bezirksbürgermeister Harry Grunenberg (SPD). „Wir verurteilen das Verhalten unseres Genossen Harry zutiefst und werden diesen respektlosen Umgang in keiner Weise dulden“, schreiben die Jusos in ihrer Mail, die der HAZ vorliegt.

Rangelei vor der Tür des Stadtteiltreffs

Vor den Türen einer Vorstandssitzung des SPD-Ortsvereins Vahrenheide-Sahlkamp Mitte Februar gerieten Grunenberg und SPD-Ratsfrau Afra Gamoori aneinander. Grunenberg verweigerte Gamoori, die einige Jahre den Ortsverein führte, dann aber abgewählt wurde, den Zutritt zur Sitzung im Stadtteiltreff Sahlkamp. Es kam zu Handgreiflichkeiten. In persönlichen Erklärungen, vorgetragen in einer Fraktionssitzung der SPD, stellen beide den Vorgang anders dar. Die Protokolle der Sitzung liegen der HAZ vor.

Grunenberg vertritt die Ansicht, dass Gamoori nicht berechtigt gewesen sei, an der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Vorstands teilzunehmen. Der Bezirksbürgermeister berichtet, dass Gamoori ihre Schwester mitgebracht habe. Diese sei ausfällig geworden, habe ihn in die Magengrube geschlagen und den Arm zerkratzt. Zudem soll Ratsfrau Gamoori ihn geschubst haben.

Gamoori ist dagegen der Ansicht, als amtierendes Mitglied des höher angesiedelten Unterbezirksvorstands auch die Vorstandssitzungen der Ortsvereine besuchen zu dürfen. In ihrer ausführlichen Erklärung berichtet sie, dass Grunenberg sie mehrmals an den Armen gepackt und weggeschubst habe. Unterstützung habe er vom neuen Ortsvereinschef Wjahat Waraich bekommen. Dieser habe damit gedroht, die Polizei zu rufen, wenn Gamoori nicht verschwindet.

Bürgermeister entschuldigt sich

Mit den Tätlichkeiten unter den Genossen hat sich inzwischen Hannovers SPD-Spitze beschäftigt. „Es gab ein klärendes Gespräch zwischen Grunenberg und Gamoori. Grunenberg hat sich entschuldigt“, sagt Hannovers SPD-Chef Alptekin Kirci. Tatsächlich hätte die Ratsfrau gemäß Parteistatut an der Sitzung teilnehmen dürfen.

Ist damit der Streit aus der Welt geschafft? Parteichef Kirci bleibt vorsichtig. Mit der von Gamoori angenommenen Entschuldigung sei eine Grundlage geschaffen, meint er. „Wir müssen dafür sorgen, dass so etwas in Zukunft nicht noch einmal passiert.“

Streit um Listenplätze für Ratswahl

Im Hintergrund schwelt noch ein anderer Konflikt, der bereits auf die Kommunalwahl in zwei Jahren verweist. Die Jusos wollen die 28-jährige Gamoori bei der nächsten Wahl auf Platz 1 der Ratsliste hieven. Gamooris Ratskollege und Kontrahent im Wahlkreis, Florian Spiegelhauer, solle sich mit Platz 2 begnügen, fordern die Jusos. Bei der vergangenen Kommunalwahl wurde Spiegelhauer zum Spitzenkandidat im Wahlkreis gekürt – unterstützt von Bürgermeister Grunenberg. „Schon bei der letzten Kandidatenaufstellung hat es viel Streit gegeben“, sagt ein Juso-Mitglied. Der dürfte noch zunehmen, weil voraussichtlich nur noch der erste Listenplatz ein Ticket in den Rat sichert.

Von Andreas Schinkel

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